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Trivium im Capitol

Heavy Metal aus Florida Trivium im Capitol

Heavy Metal aus Florida: Trivium sind die jüngsten Stars der Szene - auch weil sie die Grenzen des Metal sprengen. Rund 1000 Fans waren heiß darauf, die Band am Donnerstagabend im Capitol in Hannover zu erleben.

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Fans im Capitol

1000 Fans waren im Capitol Hannover bei Trivium.

Quelle: Schaarschmidt

Hannover. Matt Heafy reitet etwas darauf herum: „Heads banging, Ass shaking, Bodies moving“, ruft er immer wieder ins Mikrofon, dabei müsste der Sänger und Gitarrist doch sehen, dass dergleichen Anfeuerung des Publikums gar nicht nötig ist. Die rund 1000 Trivium-Fans im Capitol schütteln nun wirklich jeden möglichen Körperteil. Kopf, Hintern, Beine, Arme – die Menge ist in Bewegung, die Halle kocht, und das liegt nicht an den tropischen Temperaturen, die an diesem Donnerstagabend in Hannover herrschen.

Die Band Trivium gibt ihr erstes Konzert in Hannover vor begeisterten Fans.

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Die Jungs und Mädels – das geschätzte Durchschnittsalter liegt locker unter 30 – sind offenbar einfach heiß darauf, die Band aus Orlando, Florida live zu erleben, die es erstaunlicherweise geschafft hat, eine Brücke zwischen Death Metal und Pop zu schlagen. Klar, die Gitarren sind laut, das Schlagzeug noch lauter, die Themen sind düster, deprimierend, die Songs schwadronieren regelmäßig von irgendeinem Untergang – und auf der Bühne leuchten die roten Augen von zwei großen Teufelsköpfen mit Hörnern. So weit also Heavy Metal. Doch die Musik ist komplex und eingängig zugleich, sie wechselt zwischen Gröhlpassagen und Ohrwurmmomenten, ist rhythmisch stark, ja fast tanzbar. Und die Popstar-Posen hat Gründer, Mastermind, Sänger und Gitarrist Matt Heafy ohnehin verinnerlicht. Er stemmt seine Gitarre gegen den Oberschenkel, als würde er ein Gewehr abfeuern. Immer wieder streckt er die Zunge weit heraus, so wie er es bei Gene Simmons von Kiss gelernt hat. Heafy dirigiert die Fans, gibt ihnen, was sie wollen.

Und das ist vor allem Musik. „Strife“, „Watch the World Burn“, „Pull Harder on the Strings of Your Martyr“ sind Favoriten der Fans. Auch die deutlich melodischeren Titel von der aktuellen Platte kommen gut an: Bei „Silence in the Snow“, „Dead and Gone“ und „Until the World Goes Cold“ ist Mitsingen gefordert. Und bei der Zugabe „In Waves“ nochmal Bewegung. Da hat sich ganz offensichtlich die Tradition etabliert, sich vor Beginn des Titels auf den Boden zu setzen und beim ersten Ton des abrupt startenden Songs sofort aufzuspringen. Mehrere Hundert Fans drängen also gleichzeitig nach oben, rumpeln gegeneinander, springen, hüpfen. Ein Riesenspaß für alle, die in der Menge stecken, und auch für alle, die sich das vom Rand aus anschauen.

Ralf Heußinger

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