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Umstrittene Band "Frei.Wild" kündigt Pause an

Ankündigung im Netz Umstrittene Band "Frei.Wild" kündigt Pause an

Die Deutschrock-Band Frei.Wild hat angekündigt eine Pause auf unbestimmte Zeit einzulegen. Die Musiker wollen künftig neue Wege gehen, kündigten sie auf Facebook an. Kritiker werfen der Band rechtsextreme Tendenzen vor, Konzerte werden häufig von Protestdemos begleitet. Eins von drei großen Abschlusskonzerten soll in Hannover stattfinden.

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15 Jahre lang hatte Frei.Wild Erfolg, veröffentlichte Nummer-Eins-Alben und füllte große Konzerthallen - und ebenso lang zog die Band aus Südtirol Kritik auf sich.

Quelle: dpa/Archiv

Hannover. 15 Jahre lang hatte Frei.Wild Erfolg, veröffentlichte Nummer-Eins-Alben und füllte große Konzerthallen - und ebenso lang zog die Band aus Südtirol Kritik auf sich. „Wir hören auf…unser Herz und spielen im Dezember die vorerst letzten Konzerte“, kündigte die Band jetzt im Internet an. Demnach gehen die Mitglieder künftig getrennte Wege und arbeiten an eigenen Projekten - wie genau diese aussehen sollen, ließen die Musiker bisher offen. „Unsere eigene Marschrichtung für die Zukunft ist klar, alles bleibt wie es war, wir werden in gewissen Dingen noch unbequemer und dennoch wird vieles anders werden“, heißt es in dem Eintrag auf der Band-Webseite. Zum Abschied sollen drei große Konzerte gespielt werden, in Mannheim, Chemnitz und am 28. Dezember in Hannover.

5000 Fans haben Frei.Wild in der Swiss Life Hall gefeiert.

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Was die Fans traurig stimmt, dürfte indes für Freude bei den Kritikern sorgen.  Den Bandmitgliedern wird eine rechte Einstellung und das Vermitteln nationalistischer und rechter Klischees in ihren Texten vorgeworfen. Bandgründer Burger sang einst bei der Rechtsrock-Band „Kaiserjäger“. Für Aufsehen sorgte etwa die Nominierung für den „Echo“ im Jahr 2013 . Letztlich war die Gruppe nach Protesten von der Nominierungsliste gestrichen worden. Mitbewerber hatten mit Boykott gedroht. Bei Konzerten in Hannover kamen mehrfach hunderte Menschen zusammen, um gegen die Auftritte zu protestieren.

Vor dem Konzert von Frei.Wild demonstrierten 300 Kritiker der umstrittenen Band am Capitol in Linden-Mitte.

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Rechtsextremistische Tendenzen hatte die Gruppe selber jedoch stets bestritten. Auch in ihrer Auflösungsankündigung äußert sich die Band hierzu: „Wir suchten keinen Bogen um non-konforme Themen, stellten uns auch ohne Bock darauf den immer wiederkehrenden Fragen und möchten auch in Zukunft diese eine Band sein, die ihren Weg einzig und allein nach ihrem Willen und eigenem Gefühl geht.“

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mic

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