Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Kultur Gergijew präsentiert Pläne für München
Nachrichten Kultur Gergijew präsentiert Pläne für München
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:51 15.05.2015
Der russische Dirigent Waleri Gergijew. Quelle: dpa
Münchnen

Die erste Saison der Münchner Philharmoniker unter ihrem neuen Chefdirigenten Waleri Gergijew ist ganz auf den russischen Maestro zugeschnitten. Gergijew wird rund ein Drittel der 35 Programme der Saison 2015/2016 leiten. "Wir wollen möglichst schnell ein gemeinsames Repertoire erarbeiten, was auch für unsere Tourneefähigkeit wichtig ist", sagte der Intendant des Orchesters, Paul Müller, am Freitag in München.

Gergijew sagte, er strebe "die beste Kombination" aus deutscher Musik und russischer Tradition an. Dabei wolle er auch hierzulande weniger bekannte Werke aus seiner Heimat präsentieren.

Gergijew gilt als einer der bekanntesten und gefragtesten Dirigenten weltweit. Durch seine Nähe zum Regime von Russlands Präsident Wladimir Putin und seine Zustimmung zur Annexion der Krim war er im vergangenen Jahr weltweit in die Kritik geraten. Mittlerweile sind die Proteste abgeklungen.

Das offizielle Antrittskonzert des neuen Chefdirigenten findet am 17. September statt. Dann steht Gustav Mahlers 2. Symphonie, die "Auferstehungssymphonie", auf dem Programm. Im November ist ein dreitägiges deutsch-russisches Musikfestival im Münchner Gasteig-Kulturzentrum geplant, zusammen mit dem St. Petersburger Mariinsky-Orchester, Gewinnern des Moskauer Tschaikowsky-Wettbewerbs und weiteren Ensembles.

Es sei wichtig, abseits der traditionellen Abokonzerte neue Wege der Musikpräsentation zu finden, betonte Gergijew. Er pries den besonderen Klang der Münchner Philharmoniker, den er bewahren wolle. Leider gebe es immer weniger Orchester auf der Welt mit einer eigenen Stimme.

In St. Petersburg leitet Gergijew als Intendant das renommierte Mariinsky-Theater, neben dem Moskauer Bolschoi das wichtigste russische Opernhaus. Daneben arbeitet er mit Orchestern wie den Berliner und Wiener Philharmonikern und dem Amsterdamer Concertgebouw. In München wird er Nachfolger des US-Dirigenten Lorin Maazel, der vergangenes Jahr gestorben ist.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Kultur Auktionsrekord in New York - 50,6 Millionen für Piet-Mondrian-Werk

Die überhitzte Nachfrage auf dem Kunstmarkt hat nun auch Piet Mondrian einen neuen Auktionsrekord beschert. Für ein Bild des 1944 gestorbenen Niederländers wurden am Donnerstagabend (Ortszeit) in New York bei Christie's 50,6 Millionen Dollar (44,8 Millionen Euro) gezahlt.

15.05.2015

Ein Meilenstein im schier unendlich scheinenden Fall Gurlitt: Das Matisse-Gemälde "Sitzende Frau" Raubkunst-Bild von Matisse aus Gurlitt-Sammlung zurückgegeben, erklärtermaßen Nazi-Raubkunst, ist zu seinen rechtmäßigen Besitzern zurückgekehrt. Die Familie Rosenberg hofft jetzt auf eine positive Signalwirkung.

15.05.2015
Kultur "King of the Blues" - Blues-Legende B.B. King ist tot

Mit seiner Gitarre und seiner kraftvollen Stimme zauberte B.B. King über Jahrzehnte hinweg das große Blues-Feeling herbei. „Blues ist wie ein Korb voller Früchte“, sagte er einmal bei einem Konzert in Deutschland. Nun ist der „King of the Blues“ verstummt.  

15.05.2015