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Kultur Verkaufte Holbein-Madonna nur noch kurz in Frankfurt
Nachrichten Kultur Verkaufte Holbein-Madonna nur noch kurz in Frankfurt
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09:01 14.07.2011
Das Städel Museum hat nach eigenen Angaben 40 Millionen Euro für das Bild geboten, musste sich aber einem deutlich höheren Gebot geschlagen geben. Quelle: dpa
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Frankfurt/Main

Das Gemälde von Hans Holbein dem Jüngeren (1497-1543) sei noch bis 24. Juli in einer Städel-Präsentation zu sehen, danach werde es voraussichtlich in der Johanniterhalle der Sammlung Würth in Schwäbisch Hall gezeigt, teilte das Städel Museum am Mittwochabend mit.

Würth hatte zuvor bekanntgegeben, dass er die sogenannte Schutzmantelmadonna von der Erbengemeinschaft Hessen gekauft habe. Der Kaufpreis blieb unbekannt. Wie die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ am Donnerstag schrieb, handelt es sich „mit weitem Abstand um die höchste Summe, die jemals in Deutschland für ein Kunstwerk bezahlt wurde“.

Das Städel Museum, das nach eigenen Angaben selbst 40 Millionen Euro für das seit 2003 als Leihgabe gezeigte Bild geboten hatte, bedauerte, „dass ein deutlich höheres Gebot letztendlich den Vorzug bekommen hat“. Das Museum habe mit dem Land Hessen und weiteren Stellen alles versucht, um das Bild weiter in Frankfurt zeigen zu können - auch Gespräche über einen gemeinsamen Kauf durch Museum und die Sammlung Würth habe es gegeben. Letztlich habe sich Würth aber zum Alleingang entschlossen.

„Wir freuen uns aber, dass die Sammlung Würth einer künftigen Wiederausleihe der Holbein-Madonna an das Städel Museum grundsätzlich positiv gegenübersteht“, sagte Städel-Direktor Max Hollein laut Mitteilung. Würth hatte betont, die Holbein-Madonna werde weiter für die Öffentlichkeit zugänglich sein - bevorzugt würden das Städel Museum in Frankfurt und das Landesmuseum in Darmstadt als Leihnehmer.

dpa

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