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Nachrichten Kultur Das Tanzfestival Movimentos braucht einen neuen Spielort
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17:58 11.03.2018
Ein letztes Mal im Kraftwerk: Am 14. und 15. April gastiert die Compagnie Philippe Decouflé im Kraftwerk. Quelle: Charles Freger
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Wolfsburg

 Der Volkswagenkonzern gibt Gas: Das Kraftwerk in Wolfsburger Stammwerk soll vom Steinkohlebetrieb auf Erdgas umgestellt werden. Das wiederum hat Folgen für die Kunst: Das Festival Movimentos, das sei 2003 im Kraftwerk über die Bühne geht, wird dort in diesem Jahr zum letzten Mal stattfinden. 

Im Sommer 2021 soll der Umbau des Kraftwerks am Mittellandkanal fertiggestellt sein, aber auch danach wird es dort keine Bühne für den Tanz mehr geben. Weil in das Kraftwerk neue Turbinen eingebaut werden, wird es keine Möglichkeit mehr geben, dort eine große Bühne mit einem 1000 Personen fassenden Zuschauerraum zu installieren. 

„Die Autostadt wird ihr kulturelles und gesellschaftliches Engagement nicht einstellen“, sagte Autostadtsprecher Tobias Riepe, „wir kümmern uns jetzt um die Weiterentwicklung der Formate und Orte“. 

Es dürfte nicht ganz einfach sein, in Wolfsburg einen ähnlich spektakulären Ort als Ersatz fürs Kraftwerk zu finden. Die alte Industrietechnik im Foyer, die hohen Räume, die Patina der Wände – das Kraftwerk ist ein eindrucksvoller Kunstort. Die letzten Tänze sind dort vom 5. April bis zum 6. Mai zu sehen. Die Movimentos-Festwochen im Kraftwerk der Autostadt enden so, wie sie im Jahr 2003 angefangen haben: mit einem Gastspiel der brasilianischen Compagnie „Grupo Corpo“. Da müssen die Verantwortlichen bei der Programmplanung schon eine Ahnung von der Zukunft des Kraftwerks gehabt haben. 

Von Ronald Meyer-Arlt

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