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Kultur Vom Mars in den Himmel
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11:58 25.01.2016
Von Stefan Arndt
Der Nachwuchs des hannoverschen Mädchenchors. Quelle: Tim Schaarschmidt
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Hannover

Schon der erste Auftritt der jüngsten Sängerinnen aus Vokaler Grundstufe und Vorklasse geriet witzig, unterhaltsam - und zu einer lässigen Demonstration, welchen Grad der Perfektion und Klangschönheit man auch schon mit Kinderchören erreichen kann. Natürlich ist Uli Führes Kanon „Auf dem Mars gibt’s kein TV“ nicht das Mozart-Requiem. Und doch war das kleine Stück ebenso anrührend wie die Volksliedbearbeitungen aus Norwegen, Kanada und Kolumbien.

Ernsthafter geriet der Auftritt des rund 100-köpfigen Konzertchores. Mit ungewöhnlichen Marien-Vertonungen von Gustav Holst, Max Reger und dem 2014 verstorbenen Knut Nystedt präsentierte Leiterin Gudrun Schröfel späte Eckpunkte der Geistlichen Musik. Die King’s Singers griffen bald darauf mit Kompositionen von Orlando di Lasso aus dem 16. Jahrhundert weiter in die Geschichte zurück. Zuvor erinnerten Maria Rüssel und Mareike Zorko mit der Eröffnungsszene aus Humperdincks Oper „Hänsel und Gretel“ daran, dass der Mädchenchor immer wieder hervorragende Solosängerinnen hervorbringt.

Für die King’s Singers war das Neujahrskonzert der Abschluss eines gemeinsamen Wochenendes mit dem Chor. Nach einem Workshop und einem eigenen Auftritt in der Christuskirche präsentierten die sechs Engländer einen kurzen Ausschnitt aus ihrem großen Repertoire, bevor sie drei Stücke mit dem Mädchenchor gemeinsam sangen. Für den Chor sind die Briten ein perfekter Partner, denn Vollendeteres als den Ensembleklang dieses Sextetts lässt sich kaum vorstellen. Umso lieber wird man die Hoffnung der Gesangsstars gehört haben, bei nächster Gelegenheit wieder mit dem hannoverschen Chor zu arbeiten. Die Zukunftsaussichten für die vielen jungen Sängerinnen werden so noch besser.

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