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Wagner-Schwestern empfangen Ehrengäste in Bayreuth

Festspiele Wagner-Schwestern empfangen Ehrengäste in Bayreuth

Mit Richard Wagners Liebesdrama „Tristan und Isolde“ sind am Samstag die 98. Bayreuther Festspiele eröffnet worden. Die beiden Urenkelinnen des Komponisten, Eva und Katharina, begrüßten am Nachmittag die prominenten Gäste am Roten Teppich.

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Die neuen Leiterinnen der Bayreuther Festspiele, Katharina Wagner (Mitte) und Eva Wagner-Pasquier, neben Bayreuths Bürgermeister Michael Hohl.

Quelle: Timm Schamberger/ddp

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), FDP-Chef Guido Westerwelle, Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer, Wirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (beide CSU) sowie der griechische Staatspräsident Karolos Papoulias wurden von den beiden neuen Festspiel-Chefinnen ebenso empfangen wie Prominente aus Wirtschaft und Showgeschäft, darunter Schauspieler Robert Atzorn und Sängerin Margot Werner.

In diesem Jahr gab es zur Eröffnung keine Neuinszenierung, dafür wurde am Mittag erstmals eine speziell für Kinder eingerichtete Fassung des „Fliegenden Holländers“ gezeigt. Die 240 kleinen Gäste im Alter zwischen sechs und zehn Jahren feierten begeistert die rund einstündige Fassung des Frühwerks Richard Wagners. Unter den Gästen war auch Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (CDU).

Die Oberbürgermeisterin von Frankfurt am Main, Petra Roth (CDU, v.l.), Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) und Bundesjustizministerin Brigitte Zypries (SPD).

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Die zur Eröffnung der Festspiele gezeigte Inszenierung von Regisseur Marthaler stammt bereits aus dem Jahr 2005. Die musikalische Leitung des Abends hatte Peter Schneider. Die Titelrollen waren mit Robert Dean Smith, Robert Holl, Irene Theorin, Ralf Lukas und Michelle Breedt besetzt.

Wie schon in den vergangenen Jahren, wurde Marthalers „Tristan“ auch jetzt wieder mit nur mäßigem Applaus bedacht. Er zeigt das hochemotionale Liebesdrama mit herber Nüchternheit, lässt kein Gefühlspathos aufkommen. Die Sänger zwingt er zu statischer Zurückhaltung und legt stattdessen alle Emotionen in den Gesang. Die beiden Sängerinnen Theorin und Bredet wurden mit tosendem Applaus bedacht.

Bis 28. August stehen „Die Meistersinger von Nürnberg“, „Der Ring des Nibelungen“, „Parsifal“ sowie „Tristan und Isolde“ auf dem Programm. Am 9. August wird es zum zweiten Mal die Live-Übertragung einer Festivalaufführung kostenlos auf den Bayreuther Festplatz geben. Erst im kommenden Jahr werden die Festspiele wieder durch eine Neuinszenierung eröffnet: Wagners „Lohengrin“ in der Regie von Hans Neuenfels. In den Titelrollen sind dann Jonas Kaufmann und Annette Dasch zu erleben.

Die 64 und 31 Jahre alten Halbschwestern Eva Wagner-Pasquier und Katharina Wagner sind seit September 2008 für sieben Jahre gemeinsame Intendantinnen der Bayreuther Festspiele. Ihr Vater hatte den Weg für seine Töchter aus erster und zweiter Ehe nach 57 Jahren Festspielleitung und langem Tauziehen frei gemacht.
Für die 1985 Plätze im Festspielhaus gab es in diesem Jahr 438 136 Kartenwünsche - das sind etwa zwei Prozent weniger als im Jahr zuvor. Nur rund 54 000 Karten stehen insgesamt bis Ende August zur Verfügung, daher liegt die Wartezeit bei fast zehn Jahren.

Erst am Donnerstag hatten sich Arbeitgeber und die Gewerkschaft ver.di nach einem Verhandlungsmarathon erstmals auf einen Tarifvertrag für die rund 170 Bühnenarbeiter der Festspiele verständigt. Die Gewerkschaft hatte mit Streik gedroht, falls der Vertrag nicht vor der Premiere am Samstag unterschrieben werde.
Der Bund fördert die Bayreuther Festspiele 2009 mit über zwei Millionen Euro. Für 2010 ist eine Erhöhung der Unterstützung auf insgesamt rund 2,3 Millionen Euro geplant. Der Bund beteiligt sich seit 1953 an der Förderung der 1876 von Richard Wagner gegründeten Festspiele.

ddp

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