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Kultur Wahn und Wirklichkeit
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00:00 24.11.2016
Dominique Horwitz und Anne Moll in „Das Leben ein Traum. Calderón“ Quelle: Birgit Hupfeld
Hannover

Regisseur Frank Hoffmann vollbringt einen großen Zeitsprung, wenn er Pedro Calderóns „Das Leben ein Traum“ von 1635 mit Paolo Pasolinis erst posthum aufgeführtem „Calderón“ verbindet. Thematisch liegen die Ambitionen der beiden dichter: Calderón beschrieb seltsam verlorene Geschöpfe, deren Leben nicht vom eigenen Willen, sondern von der Vorhersehung gelenkt werden, nicht selten leben sie in Traumwelten. Pasolini wiederum war fasziniert von Calderóns Dichtung und sah die Gewalt der Verhältnisse als Einschränkung des eigenen Lebens. „Calderón“ ist sein Abgesang an die Möglichkeit, eine faschistisch-kapitalistische Gesellschaft revolutionär zu verändern. Von Calderóns berühmtem Schauspiel „Das Leben ein Traum“ griff Pasolini einzelne Bruchstücke auf, um die Frage nach der Grenze zwischen Wahn und Wirklichkeit nicht nur als individuelles, sondern auch als gesellschaftliches Phänomen zu behandeln.

Regisseur Frank Hoffmann fährt bei dieser Produktion ein namhaftes Ensemble auf: Hanna Schygulla und Jacqueline Macaulay sind als Rosaura zu sehen, Dominique Horwitz verkörpert ihren bürgerlichen Vater Basilio, und Wolfram Koch ist in der Rolle des Sigismondo gesetzt. Mit dieser Koproduktion setzt sich die Zusammenarbeit zwischen den Ruhrfestspielen Recklinghausen und dem Schauspiel Hannover fort.

21. Februar und 23. Mai 2017, jeweils 19.30 Uhr, Schauspielhaus. Der Vorverkauf hat begonnen.

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