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Warten in wadentiefen Wassermassen

Hurricane-Festival 2016 Warten in wadentiefen Wassermassen

Feiern, warten, plantschen, warten: Beim diesjährigen Hurricane-Festival steht eher des Wetter als die Musik im Vordergrund. Einige haben nach dem anhaltenden Starkregen und Unwetterwarnungen entnervt die Heimreise angetreten. Der Rest feiert im Matsch - und nimmt es mit Humor.

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Gibt's was Neues? Der Blick aufs Smartphone sollte für die Festivalbesucher ein wichtiger werden.

Quelle: dpa

Scheeßel. Am Sonntagmorgen kommt die vorläufige Erlösung:  FKP Scorpio, Veranstalter des Open-Air-Festivals Hurricane, verkündet den Gästen per Festival-App, das Gelände sei nun geöffnet. Das ist fast schon ein Grund zu Jubeln an einem Wochenende der Notlösungen und Katastrophenpläne. Zumindest für jene Besucher, die noch nicht entnervt und völlig durchnässt abgereist sind. Sollte das Sonntags-Programm tatsächlich stattfinden wie geplant, warten auf die Hartnäckigen immerhin noch Bands wie Bloc Party, Deichkind oder Mumford & Sons. Ob diese darüber hinwegzutrösten vermögen, dass die für Sonnabend angekündigten Höhepunkten wie Frank Turner, The Offspring oder The Prodigy schließlich vollständig abgesagt werden musste, ist fraglich.

Allerdings macht das verbliebene Publikum eher den Eindruck, bei weitem nicht nur für die Musik angereist zu sein. Für viele stehen Party und Erlebnis im Vordergrund. Und Erlebnisse haben die ersten drei Festivaltage nun wirklich zu bieten, wenn auch vorwiegend unangenehme. Unwetter, Dauer- und Starkregen gehören dazu. Aber auch das Warten auf Neuigkeiten. Immer wieder wurden Konzerte abgesagt, Bühnen geschlossen und das Veranstaltungsgelände gesperrt.

Nach den heftigen Regenfällen auf dem Hurricane-Festival ist die Stimmung weiterhin ungebrochen bei den Teilnehmern.

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Wer rechtzeitig auf sein Smartphone geschaut oder das Festivalradio gehört hat, wurde am Sonnabend aufgefordert, sich nach Möglichkeit in ein Fahrzeug zu begeben. Die Warnung bleibt den Großteil des zentralen Festivaltags über bestehen. Die Ankündigungen, man wolle doch noch versuchen, Konzerte zu ermöglichen, lösten sich bis zum musiklosen Ende des Tages immer wieder in heftigen Regengüssen auf. Abends gaben viele auf und traten durch zum Teil wadentiefe Wassermassen den Weg nach Hause an.

Bereits im Februar hatte der Veranstalter gemeldet, das Festival sei mit 73.000 Kombitickets ausverkauft. Viele der Käufer sind am Sonntag nicht mehr auf dem Gelände. Die Verbleibenden haben jedoch nicht alle ihren Humor verloren. Eine twittert: „Das Wort Kombi-Ticket kommt übrigens daher, dass man die Hälfte des Festivaltages evakuiert im Kombi verbringt.“

Von Thomas Kaestle

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Festival in Scheeßel
Foto: Es geht weiter: Am Sonntag soll das Festivalgelände wieder geöffnet werden.

Das Wetter hat dem Hurricane-Festival in diesem Jahr einen gehörigen Strich durch die Rechnung gemacht. Am Sonntag, dem dritten und letzten Festivaltag, sollen die Musikfans aber noch voll auf ihre Kosten kommen. Die Veranstalter haben angekündigt, das Gelände ab 11.30 Uhr wieder zu öffnen.

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