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Wie Ivan Repusic eine Verdi-Gala zur Chefsache macht

Dirigent Wie Ivan Repusic eine Verdi-Gala zur Chefsache macht

Es war ein Herzensprojekt für Ivan Repusic. Der Dirigent hatte in seiner ersten Saison als Generalmusikdirektor eigentlich dafür gesorgt, dass der berühmte Bariton Leo Nucci in Hannover singen würde.

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Hannover, 24.03.2017: Gespräch mit Generalmusikdirektor Ivan Repusic in der Staatsoper. Foto: Jan Philipp Eberstein

Quelle: Jan Philipp Eberstein 2016

Hannover. Es ist, wie es (nicht nur) mit berühmten Sängern ist: Es kommt vor, dass sie Auftritte wieder absagen müssen. So war es auch bei Nucci. Doch der Ehrgeiz des neuen hannoverschen Orchesterchefs war einmal geweckt: Die Verdi-Gala, die weiterhin am 9. April auf dem Programm steht, sollte nun umso glanzvoller ausfallen.

Alles nur Publicity?

„Es ist allerdings nicht leicht, kurzfristig gute Sänger zu bekommen“, sagt Repusic. Da ist es nicht schlecht, wenn man ein paar von ihnen persönlich kennt. Mit dem Bariton George Petean etwa hat der Dirigent schon in Hamburg und Berlin zusammengearbeitet. Nun nimmt der Sänger sich zwischen zwei Auftritten an der New Yorker Met und der Wiener Staatsoper die Zeit, gemeinsam mit Repusic aufzutreten. Außerdem wird der Tenor Giuseppe Gipali mit von der Partie sein.

Das Konzert

Am Sonntag, 9. April, 18.30 Uhr, dirigiert Ivan Repusic die Verdi-Gala im Opernhaus.

Für Repusic sind ihre Auftritte eine gute Gelegenheit, dem hannoverschen Publikum hervorragende Sänger vorzustellen, die an großen Häusern singen und doch einem breitem Publikum kaum bekannt sind. Popularität sei nämlich vor allem eine Frage von aufwendiger Publicity - und an der seien viele Sänger gar nicht interessiert, glaubt der Dirigent. Repusic selbst hat ohnehin seine eigenen, klaren Maßstäbe: „Starsänger sind für mich diejenigen, die gut singen können“, sagt er.

Die dritte Hauptrolle bei der Gala wird das Niedersächsische Staatsorchester spielen, das mit einer Reihe auch weniger bekannter Vor- und Zwischenspiele aus Verdis Opern anspruchsvolle Aufgaben bekommt. Bei der Arbeit mit den Musikern sieht Repusic nach den ersten Monaten im Amt seine positiven Erwartungen eingelöst: „Wenn man gut kommuniziert, kann man immer etwas erreichen“, sagt er.

Bloß nicht nur skypen

Darum stört es ihn auch nicht, dass er zuletzt einige vielversprechende Auftrittangebote ablehnen musste, weil er in Hannover gebunden ist. „Ich finde es auch nicht so professionell, wenn man ständig unterwegs ist“, sagt er. Man müsse sich auf das Haus konzentrieren.

Zu dem einem Haus kommt mit Beginn der neuen Spielzeit schließlich noch ein weiteres hinzu, denn Repusic wird zusätzlich Chefdirigent beim Münchener Rundfunkorchester. Und dann ist da noch das Privatleben: „Ich will nicht, dass meine drei Mädels mich nur auf Skype sehen“, sagt er mit Blick auf seine kleinen Töchter. Denn die liegen ihm im Zweifelsfall noch mehr am Herzen als Verdi.

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