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Busch-Museum zeigt "Charlie Hebdo" – im Internet

Gemeinschaftsausstellung Busch-Museum zeigt "Charlie Hebdo" – im Internet

Das Wilhelm-Busch-Museum und drei weitere Karikaturmuseen in Deutschland und der Schweiz zeigen von Freitag an im Internet eine gemeinsame Ausstellung über das französische Satiremagazin "Charlie Hebdo". Bei dem Anschlag auf das französische Satiremagazin waren im Januar zwölf Menschen getötet worden.

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Eine Ausstellung über die französische Satirezeitschrift "Charlie Hebdo" zeigen vier Museum im Internet. Dazu gehört das Wilhelm-Busch-Museum.

Quelle: dpa/Archiv

Hannover. Auf www.museen-fuer-satire.com können ab Freitag Zeichnungen und Texte der Zeitung aufgerufen werden, wie das Wilhelm Busch Museum in Hannover am Donnerstag mitteilte. Die Präsentation gebe zudem Berichte und Reaktionen zum islamistischen Anschlag auf die Redaktion von " Charlie Hebdo" am 7. Januar wieder.

Bei dem Anschlag waren zwölf Menschen getötet worden. "Charlie Hebdo" hatte mehrfach mit islamkritischen Beiträgen wie Mohammed-Karikaturen für Aufsehen gesorgt. In der darauffolgenden Diskussion um die Presse- und Meinungsfreiheit hätten die an der Ausstellung beteiligten Museen viele Anfragen nach Informationen erhalten, hieß es. Nur wenige Menschen im deutschsprachigen Raum würden "Charlie Hebdo" und die getöteten Zeichner kennen.

Karikaturen von 2010 bis 2015

Die Internet-Schau zeige mit Karikaturen aus den Jahren 2010 bis 2015 einen repräsentativen Überblick über die Hauptthemen von "Charlie Hebdo" aus Gesellschaft, Religion und Politik. Sie informiere über die Geschichte und die Zeichner des Magazins. Zudem arbeite ein Medienspiegel Reaktionen auf das Attentat auf.

"Um den Anspruch auf eine neutrale und wissenschaftliche Aufarbeitung zu gewährleisten, wurde Wert auf eine zeitliche Distanz zu den Anschlägen gelegt", sagte eine Museumssprecherin. "Das Projekt soll zu einer Bewusstseinsschärfung für die im westlichen Kulturkreis verankerten Werte der Meinungs- und Kunstfreiheit beitragen."

An der Präsentation sind neben dem Wilhelm Busch Museum das "caricatura museum" in Frankfurt am Main, die "Caricatura Galerie" in Kassel und das Cartoonmuseum in Basel beteiligt. Sie standen nach eigenen Angaben bei der Vorbereitung auch in Kontakt zur Redaktion von "Charlie Hebdo".

epd

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