Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Kultur Wim Wenders mit „Pina“ für Doku-Oscar nominiert
Nachrichten Kultur Wim Wenders mit „Pina“ für Doku-Oscar nominiert
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:00 24.01.2012
Wim Wenders ist mit seiner 3-D-Hommage „Pina“ für den Doku-Oscar nominiert. Quelle: dpa
Los Angeles

„Pina“ hatte anfangs doppelte Oscar-Chancen, denn der Film war für Deutschland auch ins Rennen um den Auslands-Oscar gezogen. Bei einer Vorauswahl schaffte es „Pina“ in der Sparte „Bester nicht englischsprachiger Film“ zwar in die Gruppe von neun Spitzenkandidaten, konnte sich am Dienstag aber nicht unter den Top 5-Nominierten platzieren.

Seine erste Oscar-Nominierung hatte Wenders im Jahr 2000 für die Musik-Doku „Buena Vista Social Club“ in der Kategorie „Bester Dokumentarfilm“ erhalten, war bei der Preisvergabe dann aber leer ausgegangen.

Viele internationale Filmpreise hat der Stummfilm „The Artist“ schon abgeräumt. Am 26. Januar kommt der Schwarzweiß-Streifen, der vermutlich auch bei der Oscar-Verleihung nicht leer ausgehen wird, in die deutschen Kinos.

Zuletzt hatte Florian Henckel von Donnersmarck 2007 mit seinem Stasi-Drama „Das Leben der Anderen“ den Auslands-Oscar nach Deutschland geholt. 1960 wurde der deutsche Tierforscher Bernhard Grzimek mit seinem Afrika-Film „Serengeti darf nicht sterben“ mit dem Dokumentar-Oscar gekrönt. In diesem Jahr werden die Oscars am 26. Februar in Hollywood zum 84. Mal vergeben.

„The Artist“ ist großer Oscar-Favorit

 Der französische Stummfilm „The Artist“ ist der große Favorit für die diesjährige Oscar-Verleihung. Der Film von Michel Hazanavicius bekam am Dienstag in Los Angeles die Nominierungen für zehn Oscars, davon fünf in den wichtigen Hauptkategorien.

Darunter ist auch der Hauptpreis für den besten Film, den allerdings auch acht andere Produktionen gewinnen können. Hazanavicius kann die Trophäe als Regisseur und als Drehbuchautor gewinnen, Jean Dujardin als bester Hauptdarsteller und Ludovic Bource für die Musik.

Weitere Favoriten in der Kategorie „Bester Film“ sind das leise Rassendrama „The Help“, Terrence Malicks Familiendrama „The Tree of Life“ und George Clooneys Tragikomödie „The Descendants - Familie und andere Angelegenheiten“. Sie haben ebenso wie Woody Allens „Midnight in Paris“ oder „Die Kunst zu gewinnen - Moneyball“ mit Brad Pitt Chancen auf eine Auszeichnung in der Königskategorie. „Albert Nobbs“, in dem sich Glenn Close als Mann verkleidet, um eine Anstellung zu bekommen, ist für drei Oscars nominiert.

"The Help" lässt sich nicht leicht einordnen. Es ist Rassendrama über schwarze Hausmädchen, aber auch ein humorvoller Film über die weißen Society-Damen der 1960er Jahre. Der Film startet am 8. Dezember in den Kinos.

Der Oscar für den besten Film des Jahres 2011 wird am 26. Februar im Kodak Theatre in Los Angeles verliehen. Vor einem Jahr war „The King’s Speech“ der große Favorit. Von zwölf Nominierungen gewann er vier Oscars, unter anderem die besonders wichtigen als bester Film, beste Regie (Tom Hooper) und bester Hauptdarsteller (Colin Firth).

Hier finden Sie alle Oscar-Nominierungen 2012 im Überblick.

tfi/frx/dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Mehr zum Thema

Ende Februar werden in Hollywood die Oscars verteilt. Doch der „Trophäen-Buzz“ um die Filmfavoriten läuft schon auf Hochtouren. Am Donnerstag werden die Golden-Globe-Kandidaten verraten.

13.12.2011

Mit der Verleihung der Golden Globes hat in der Nacht zum Montag der Endspurt für die Oscars begonnen. Der Stummfilm „The Artist“ hat das Rennen gemacht – und George Clooney triumphierte als Hawaii-Hemd-Träger.

Stefan Stosch 16.01.2012

„The Artist“ war ein Publikumsliebling in Cannes und am vorigen Wochenende der große Sieger bei den Golden Globes. Regisseur Michel Hazanavicius trumpft nicht sinnlos mit technischen Mätzchen auf, sondern vergewissert sich der Möglichkeiten seines eigenen Mediums und zugleich der Filmgeschichte – und schafft mit dem Stummfilm eine Hommage ans alte Kino.

Stefan Stosch 21.01.2012

Der 300. Geburtstag von Preußenkönig Friedrich II. wird am Dienstag in Berlin und in Potsdam begangen. Am 24. Januar 1712 wurde Friedrich in Berlin als Sohn von Friedrich Wilhelm I., des Soldatenkönigs, geboren. Deutschland feiert. Aber warum? Antworten von Prinz Heinrich von Hannover.

24.01.2012

Wenn eine ganze Epoche in einen Augenblick passt: Das Historische Museum Hannover eröffent am Dienstag die Ausstellung „Bilder im Kopf – Ikonen der Zeitgeschichte“.

Simon Benne 23.01.2012

In Marco Štormans Inszenierung von „Emilia Galotti“, der schon mehrmals am Schauspiel Hannover inszeniert und 2010 für die theatralische Hochsitzaktion in der hannoverschen Innenstadt „Da ist nichts hier, alles voll Gewimmels“ den provisio Kulturpreis der Stiftung der Kulturregion Hannover erhalten hat, kommen die Figuren recht modern daher.

Martina Sulner 23.01.2012