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Catterfeld ist "auf der Suche nach irgendwas"

Konzert im Capitol Catterfeld ist "auf der Suche nach irgendwas"

Ihr neues Album „Guten Morgen Freiheit“ stellt die Schauspielerin und Sängerin Yvonne Catterfeld im gut gefüllten Capitol vor. Auf der Bühne präsentiert sie sich gut gelaunt und betont immer wieder, wie sehr es sie freue, dass die Zuschauer den Abend mit ihr und der Band verbringen.   

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Yvonne Catterfeld singt im Capitol.

Quelle: Behrens

Hannover. Man muss auch mal ein Lob für Yvonne Catterfeld aussprechen, wie sie da gut gelaunt im schwarzem, bauchnabelfreien Top auf der Bühne des Capitol umher hüpft und singt, sie sei „auf der Suche nach irgendwas“. Denn sie fliegt, im Gegensatz zu vielen ihrer Kollegen und Kolleginnen aus der B- bis D-Promi-Riege, konsequent unter dem Radar: Eine früh abgesetzte Telenovela hier, eine mittelmäßige romantische Komödie da, dazwischen mal ein Fernsehfilm, „The Voice of Germany“. Nie „Dschungelcamp“, keine größeren Trennungen oder Skandale - nichts. Jedenfalls nichts, was es über den Wirkungsbereich der fiktionaleren unter bunten Heftchen neben der Supermarktkasse hinaus geschafft hätte. Und eben hin und wieder mal Musik. 

Die Schauspielerin und Sängerin Yvonne Catterfeld stellt im Capitol ihr neues Album „Guten Morgen Freiheit“ vor. 

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„Hinter all den Bildern, all den Klischees, so viel mehr, mehr als ihr seht“ singt Catterfeld später. Das aktuelle Album, das sie im gut gefüllten, aber längst nicht ausverkauften Capitol vorstellt, heißt „Guten Morgen Freiheit“. Es ist ihr erstes seit 2013 und sei, sagt sie in einer Ansage, „in großer musikalischer Freiheit entstanden. Das dauert nun mal etwas länger.“ Bei ihren Ansagen hat Catterfeld meist die linke Hand in die Hosentasche gesteckt und lacht früher oder später, es ist ein lautes Lachen, das von irgendwo tief aus dem Bauch kommt. Immer wieder betont sie, wie sehr es sie freue, „dass ihr den Abend mit uns verbringt.“

Alles Profis

Live klingen die Songs alle nicht ganz so flachbrüstig wie auf den Studioalben - Bass und Schlagzeug stehen mehr im Vordergrund, es gibt weniger prominente Streicher- und Keyboardspuren. Für ein wenig Abwechslung bittet Catterfeld noch zwei Gaststars auf die Bühne - Bengio, der auch als Vorband seine eigene, eher verträumte Interpretation von Hip-Hop vorstellt, singt bei „Irgendwas“ mit Catterfeld ein Duett. Zweiter Gaststar für mehrere Songs ist Friedemann Petter, der bei „The Voice of Germany“ in Catterfelds Team war. Musikalisch ist alles gut gemacht, Catterfelds Singstimme ist kräftig und präzise, ihre Musiker sind Profis, die auf den Punkt arbeiten.

Nichts, was im Gedächtnis bliebe

Doch so konsequent wie Catterfeld in ihrem Berufsleben unter dem Radar fliegt, so konsequent tut es auch ihre Musik. Songs und Performance fügen sich zu einem Ganzen ohne Spitzen oder Ausbrüche zusammen, dessen hauptsächliche Qualität ist, dass es einfach da ist und nicht weiter stört, das aber durchaus fein austariert. Da ist nur ein wenig Kitsch, aber nicht zu viel. Manchmal leicht poetische Bilder in den Texten, aber nichts, was im Gedächtnis bliebe. Jeder emotionale Moment wird mit gut gelaunter Publikumsinteraktion wieder aufgegangen. Einmal bricht die Band in Richtung Reggae aus, kommt aber schnell wieder zurück. So bleibt das Konzert von Yvonne Catterfeld im Capitol ein Abend ohne große Überraschungen, solide, aber bieder, fröhlich, aber durchkalkuliert, nicht störend, aber auch nicht mehr. Kurz: ein Abend in bewährter Yvonne-Catterfeld-Qualität. 

Von Jan Fischer

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