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La vie française in Hannover

Zaz auf der Gilde-Parkbühne La vie française in Hannover

Ein lauer Sommerabend mit sanften Klängen eines Chansons – C’est parfait: Die Zuschauer an der Gilde-Parkbühne haben am Mittwochabend definitiv einen perfekten Abend gehabt, als Sängerin Zaz mit ihrem Konzert etwas Pariser Flair an die Leine brachte.

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Quelle: Nancy Heusel

Hannover. Zaz, mit bürgerlichem Namen Isabelle Geoffroy, ist ein Energiebündel. In einem Kleid, das aussieht, als hätte es ein Maler des abstrakten Expressionismus mit einer Leinwand verwechselt, hüpft sie über die Bühne, tanzt und albert mit ihrer Band. Bereits mit vier Jahren wusste die in Tours geborene Französin, dass sie Sängerin werden wolle. Das hat geklappt. Mittlerweile hat sie vier Alben veröffentlicht. In ihren Nouvelle-Chansons singt sie mit ihrer wunderbar rauchigen Stimme vom Leben, dem Genuss und der Suche nach Freiheit. „Nouvelle“, diesen Zusatz gibt Zaz ihrer Musik selbst.

Denn auch wenn sie seit Beginn ihrer internationalen Karriere von den Kritikern als neue Édith Piaf gefeiert wird, so versteht die 36-Jährige sich doch als eigenständige Musikerin. „Piaf war eine großartige Künstlerin, aber ich bin ich“, sagte Zaz in einem Interview. Ihre französischen Poplieder reichert sie vielleicht auch deshalb mit Jazz-, Swing-, Bluse-, und Gipsy-Elementen an, es gibt sogar einige elektronische Sounds zu hören. Und doch ist Piaf irgendwie präsent, wenn die quirlige Zaz ihre Chansons singt. Vor allem, wenn sie Coversongs wie „Dans ma rue“ interpretiert. Es scheint ein ambivalentes Verhältnis zu der Grande Dame des Chansons zu sein.

Ein lauer Sommerabend mit sanften Klängen eines Chansons – C’est parfait: Die Zuschauer an der Gilde-Parkbühne haben am Mittwochabend definitiv einen perfekten Abend gehabt, als Sängerin Zaz mit ihrem Konzert etwas Pariser Flair an die Leine brachte.

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Trotzdem wirkt Zaz auf der Gilde-Parkbühne nicht wie ein Klon Piafs. Das hat sie gar nicht nötig. Sie beginnt ihr Konzert mit dem Song „La Fée“ vom Debütalbum, mit dem sie 2010 endgültig den Sprung von der Straßenmusikerin im Künstlerviertel Montmartre auf die Bühnen Europas schaffte. In Deutschland gab es Platin und den Musikpreis Echo. Vom ersten Moment an flirtet Zaz mit dem Publikum, zieht es so in ihren Bann. Ihre kraftvolle Stimme kann problemlos mit Trompete, Kontrabass, Akkordeon, Gitarre und Schlagzeug mithalten. Fast nachdenklich und etwas melancholisch wird sie bei den langsamen Titeln wie „Si jamais j'oublie“. Um dann den nächsten Song wegen eines Lachanfalls kaum anstimmen zu können.

„La Parisienne“ und „Paris sera toujour Paris“ sind gesungene Liebeserklärungen an die Stadt der Liebe, bei denen sich der Zuhörer sofort an die Seine versetzt fühlt. Die Bilder des Eiffelturms auf der Leinwand im Hintergrund tun ihr übriges. Kitschig oder überfrachtet wirkt das alles jedoch nicht. Mademoiselle Zaz lacht, springt umher. Sie passt mit ihrem eigenwilligen Haarschnitt so gar nicht in das Bild der stereotypischen Pariserinnen, die ihre Designer-Handtaschen auf der Champs-Élysées ausführen.

Immer wieder animiert die 36-Jährige ihr Publikum, mit ihr zu tanzen, im Takt zu klatschen. Und spätestens, als ihr Nummer-1-Hit „Je veux“ erklingt, muss Zaz ihre Zuschauer nicht lange bitten.     

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