15°/ 6° Regenschauer

Navigation:
Google startet Gesichtserkennung bei Fotos
Mehr aus Datenschutz

„Find my face“ Google startet Gesichtserkennung bei Fotos

Facebook hat deswegen einigen Ärger mit Datenschützern - trotzdem führt Google in seinem Online-Netzwerk Google+ eine Gesichtserkennung für Fotos ein. Der Internet-Riese beteuert, aus den Fehlern des Konkurrenten gelernt zu haben.

Nächster Artikel
Das „Jahr der Hacker“

Facebook hat deswegen einigen Ärger mit Datenschützern - trotzdem führt Google in seinem Online-Netzwerk Google+ eine Gesichtserkennung für Fotos ein.

Quelle: dpa

Mountain View/Berlin. Das Online-Netzwerk Google+ führt eine Funktion zur Gesichtserkennung auf Bildern ein. Sie soll es Nutzern erleichtern, ihre Kontakte im eigenen Fotoalbum zu markieren. Der Facebook-Konkurrent betonte, sich bei der Umsetzung an die Vorgaben deutscher Datenschützer gehalten zu haben. „Wir wissen, dass der Datenschutz bei Gesichtserkennungs-Technologie eine empfindliche Angelegenheit ist“, sagte der Datenschutzbeauftragte von Google, Peter Fleischer, am Donnerstag der Nachrichtenagentur dpa. Konkurrent Facebook liegt derzeit wegen einer ähnlichen Funktion mit Behörden im Clinch. Das Feature soll in den nächsten Tagen weltweit verfügbar sein.

Die neue Funktion mit dem Namen „Find my face“ sei standardmäßig ausgestellt, sagte Fleischer. Wenn die Mitglieder von Google+ sich für die Nutzung entschieden, erstelle das System zunächst ein Modell ihres Gesichts. Dann durchsuche es die Fotos der eigenen Kontakte im Netzwerk und schlage diesen vor, die Bilder mit Namen zu versehen. „Nur Leute, mit denen ich in Kontakt stehe, werden Vorschläge erhalten“, so Fleischer. Mitglieder sollen die Funktion jederzeit wieder abschalten können. Die Markierungen auf den Fotos der Freunde sind dann aber weiter zu sehen.

Der zuständige Hamburgische Datenschutzbeauftragte Johannes Caspar bewertete die Versprechungen von Google positiv. So sei vorgesehen, dass eine Erfassung biometrischer Daten nicht ohne Zustimmung der Nutzer erfolge. Seine Behörde müsse die Aussagen noch überprüfen. „Die Ankündigungen legen aber durchaus den Schluss nahe, dass Google, anders als Facebook, offenbar erkannt hat, dass eine erfolgreiche Einführung von Diensten mit neuen Technologien gerade auch die Belange des Datenschutzes berücksichtigen sollte“, erklärte der Jurist.

Caspar wirft Facebook vor, die Gesichtserkennung in Europa eingeführt zu haben, ohne die Nutzer zu informieren und eine „unmissverständliche Einwilligung“ einzuholen. Er will über eine Ordnungsverfügung dafür sorgen, dass das Unternehmen seine Einstellungen ändert. Caspar ist sowohl für Google als auch für Facebook zuständig, weil beide Unternehmen in Hamburg ihren Deutschland-Sitz haben. Google hat auch den Datenschutzbeauftragten von Irland informiert - dort ist der Europasitz.

frx/dpa

Nächster Artikel Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Plattform für Studenten
Eine Konkurrenz zu Facebook, Twitter oder Google soll der Dienst ausdrücklich nicht sein.

Ein Soziales Netzwerk, aber keine Konkurrenz zu Facebook: Microsoft hat eine Kommunikationsplattform für Studenten namens So.cl gestartet. Wie bei Facebook können Nutzer Beiträge aus Text, Fotos und Videos veröffentlichen.

mehr
Anzeige
So schützen Sie Ihre Daten im Internet

Kennen Sie alle „Tatort“-Kommissare?

18 Teams ermitteln derzeit in der erfolgreichen „Tatort“-Reihe. Kennen Sie alle?mehr

Anzeige
Datenschutz im Netz: Diese Begriffe sollten Sie kennen