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2500. Folge der „Roten Rosen“ wird ausgestrahlt

Serie 2500. Folge der „Roten Rosen“ wird ausgestrahlt

Jubiläum für die ARD-Serie „Rote Rosen“: Am Donnerstag wird die 2500. Folge ausgestrahlt. Werktags schalten auch fast elf Jahre nach dem Start rund 1,5 Millionen Zuschauer ein, wenn die in Lüneburg vom NDR produzierten „Rosen“ zu sehen sind. Die Telenovela stellte 2006 als erste eine Frau über 40 in den Mittelpunkt.

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Jubiläumsfoto: Die Rote-Rosen-Heldinnen (v.l.n.r.) Charlotte (Annett Kruschke), Katja (Saskia Valencia), die aktuelle Heldin Helen (Patricia Schäfer), Nora (Anne Moll) und Sydney (Cheryl Shepard). Von der ersten Folge mit dabei: Thomas Jansen (Gerry Hungbauer, l.) und Gunter Flickenschild.

Quelle: ARD/Thorsten Jander

Lüneburg. Treffpunkt ist das historische Rathaus in der Altstadt von Lüneburg, dort haben die Rosen-Souvenirs in der Tourist-Info eine eigene Ecke. Es gibt „Rote Rosen - Das Buch“, Rosen-Bettwäsche, Tassen und die passenden Servietten. Auch Kristallsalz mit Rosenblättern kann erworben werden, schließlich hat Salz die Hansestadt einst reich gemacht. Heute sind die Touristen in Lüneburg ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Viele kommen wegen ihrer Lieblingsserie „Rote Rosen“. Die Fans sind treu, auch fast elf Jahre nach dem Start schalten werktags rund 1,5 Millionen Zuschauer ein, wenn die „Rosen“ laufen. Folge 2500 ist abgedreht.

Die Schauspielerinnen Maike Bollow (l-r), Patricia Schäfer, Cheryl Shepard, Annett Kruschke, Isabel Varell und Anne Moll.

Die Schauspielerinnen Maike Bollow (l-r), Patricia Schäfer, Cheryl Shepard, Annett Kruschke, Isabel Varell und Anne Moll.

Quelle: Georg Wendt/dpa

„Ich bin immer froh, wenn ich aus meinem Alltag verschwinden und bei den Roten Rosen eintauchen kann“, sagt Claudia Greising, die heute bei einer der fast immer ausgebuchten „Rosen“-Führungen durch die idyllische Altstadt dabei ist. Pro Jahr gibt es mehr als 100 Themenführungen zu den Außendrehorten. Die 51-Jährige ist aus Tübingen gekommen und hat Tochter Linda mitgebracht, sie ist erst acht und damit heute die jüngste Teilnehmerin. Auch die Mutter von Claudia Greising ist dabei, die 77-Jährige ist aus Düsseldorf angereist.

Serie für Frauen

Männer sind bei den „Rosen“-Führungen eher die Ausnahme, sie sind auch nicht die Zielgruppe der Serie. Die „Roten Rosen“ sind für Frauen „40 plus“. Auch heute sind die weitaus meisten der 20 Teilnehmer weiblich. „Einige von den Herren sind die Fahrer, und aus Liebe gehen sie mit“, sagt Stadtführerin Verena Fiedler. Die 60-Jährige ist gebürtige Lüneburgerin, am Handgelenk trägt sie ein Haarband mit roten Rosen aus Stoff. Auch das Rathaus und andere Sehenswürdigkeiten zeigt sie, aber vor allem geht es um die Rosen.

Das sind die Darsteller der zwölften Staffel der Telenovela "Rote Rosen", die im Juli 2015 startete. Klicken Sie sich durch unsere Bildergalerie und erfahren Sie, wer in welcher Rolle zu sehen waren.

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„Hier hat Gunter Flickenschild seine Merle geheiratet“, sagt Fiedler am Heinrich-Heine-Haus. Gunter Flickenschild wird von Hermann Toelcke gespielt, aber die Namen der Schauspieler fallen heute kaum. Hier zählt die Rolle, das ist der Kosmos, um den es sich dreht. „Man lebt mit denen mit, man trauert mit ihnen und freut sich mit ihnen“, erklärt Claudia Greising ihre Leidenschaft.

„Hier hat sich Johanna angekettet“, hat Fiedler schon am Rathaus erklärt und alle wissen Bescheid. Johanna Hansen wird von Brigitte Antonius gespielt, nur sie und Gerry Hungbauer sind seit dem Start im November 2006 dabei.

Alle 200 Folgen wechselt Hauptdarstellerin

Die Serie stellte damals als erste Telenovela eine Frau über 40 in den Mittelpunkt. Alle 200 Folgen wechselt die Hauptdarstellerin, um am Ende der Staffel ein neues Glück zu finden. Derzeit steht Patricia Schäfer (50) im Fokus, vor ihr waren es unter anderem Jenny Jürgens, Sandra Speichert, Elisabeth Lanz, Isabel Varell und Angela Roy.

Alle 200 Folgen wechseln die Hauptdarsteller der ARD-Telenovela "Rote Rosen". In der 13. Staffel 2016 stehen die Schauspieler Cheryl Shepard und Mickey Hardt im Mittelpunkt.

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Auch viele Nebendarsteller kommen und gehen. Die Schicksale der Protagonisten werden auf den Führungen diskutiert, als wären es Familienmitglieder. Fiedler hat einen Ordner mit Autogrammkarten dabei, dick wie ein Telefonbuch. An den jeweiligen Drehorten hält sie die Fotos der Akteure hoch. „Sie war ja dann von dem schwanger“ oder „Der war ja furchtbar“, kommentieren die Teilnehmerinnen, während die Männer eher schweigsam mitstapfen. In den alten Gassen entstehen die Außenaufnahmen, nur Salzmarkt und Sülfmeistergasse haben die Macher im Studio am Stadtrand errichtet, wo unter Federführung des NDR täglich eine Folge von 48 Minuten produziert wird.

„Wir waren in Hamburg und haben für die Führung einen Abstecher nach Lüneburg gemacht“, sagt Babette Sobe aus Mittweida in Sachsen. Die 53-Jährige ist mit Tochter Lisa gekommen. „Wir gucken die Rosen fast täglich“, sagt die 24 Jahre alte Studentin. „Sonst gucken wir es im Internet, wenn wir mal eine Folge verpasst haben.“ Ein Ehepaar aus Schleswig-Holstein hat den Sohn im Schlepptau, ein Pärchen aus Bremerhaven ist auch dabei. „Wir sind mit meiner Mutter da“, sagt der junge Mann fast ein wenig entschuldigend.

Mehr als zwei Stunden ist die Gruppe an diesem heißen Spätsommertag unterwegs, auch Linda hält tapfer durch. Zur Belohnung bekommt sie am Ende das Haargummi mit den Rosen geschenkt, sie kann es kaum glauben, dann löst sich die Gruppe auf. „Viele sind richtig selig, wenn sie herkommen“, sagt Verena Fiedler, Stadtführerin seit 16 Jahren. „Für viele Alleinstehende ist das wirklich ein Familienersatz. Da haben sie ein Stück Zuhause, wo sie jeden Tag sein können.“

Im Juli sind die „Roten Rosen“ um 400 Folgen verlängert worden, sie laufen also bis mindestens Ende 2019. „Wir freuen uns sehr über die Verlängerung mit gleich zwei weiteren Staffeln, für den Zuschauer und auch für unsere Planungssicherheit“, sagte „Rosen“-Produzent Emmo Lempert. „Aber wir haben natürlich auch darüber hinaus schon viele gute Ideen.“

dpa

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