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18:00 09.11.2018
Ist das gerecht? Die „Großstadtrevier“-Polizisten (v. l.) Lothar Krüger (Peter Heinrich Brix), Hariklia "Harry" Möller (Maria Ketikidou), Dirk Matthies (Jan Fedder) und Rolf Bogner (Peter Neusser) sollen Obdachlose vertreiben. Quelle: dpa
Hamburg/Berlin

Das „Großstadtrevier“ lässt über eine Frage von Recht und Gerechtigkeit die Zuschauer abstimmen, „Tagesthemen“-Moderator Ingo Zamperoni nimmt umstrittene Urteile unter die Lupe und im Internet können Zuschauer Richter spielen: Eine Woche lang widmet sich die ARD vom 11. bis zum 17. November dem Thema „Gerechtigkeit“ - die juristische Seite ist dabei nur eine von vielen Facetten, mit denen sich die Fernseh- und Radioprogramme sowie Online-Angebote befassen. Schwerpunkte sind ebenso Themen wie Gerechtigkeit bei Arbeit und Einkommen, unter den Geschlechtern und in der Bildung.

„Gerechtigkeit“ zieht sich durch alle Formate

Aufgegriffen werden die Fragen in ganz unterschiedlichen Formaten - vom Krimi und Fernsehfilm über Reportagen und Dokus bis hin zur Ratgebersendung. So zeigt das Erste am Mittwochabend (14.11./20.15 Uhr) den Film „Keiner schiebt uns weg“, in dem drei Frauen (Alwara Höfels, Katharina Marie Schubert und Imogen Kogge) in Gelsenkirchen Ende der 1970er Jahre für Lohngleichheit kämpfen. Bereits am Sonntag (11.11./20.15 Uhr) versucht das Rostocker „Polizeiruf 110“-Team mit Charly Hübner und Anneke Kim Sarnau einen aus Mangel an Beweisen frei gesprochenen Mörder doch noch zu überführen.

Die Beamten im „Großstadtrevier“ (12.11./18.50 Uhr im Ersten) sollen eine Baustelle räumen, auf der Obdachlose campen, die von einem insolventen Bauunternehmer um ihr Vermögen gebracht wurden. Während der Folge können Zuschauer per Telefon, Internet oder App über den Ausgang entscheiden und Polizistin Harry Möller (Maria Ketikidou) helfen, eine Antwort auf die Frage zu finden: Was ist eigentlich gerecht? Um Recht und Gerechtigkeit geht es auch im dreiteiligen Format „Das soll Recht sein?“ (ab 12.11./22 Uhr NDR Fernsehen), in dem Moderator Zamperoni mit Schöffen Strafrechtsprozesse diskutiert.

Das Publikum kann Urteile fällen und vergleichen

Urteile selbst fällen kann das Publikum beim interaktiven Internet-Angebot „Im Namen des Users!“ (ard.de) und danach seine Entscheidung mit der anderer Teilnehmer und echter Richter vergleichen. Ebenfalls online gibt es die „Aktion Schulstunde“ zum Thema „Gerechtigkeit“ (rbb-online.de) für Dritt- bis Sechstklässler. Von weiteren Sendungen im Kinderprogramm („Tigerenten Club: Typisch Mädels, typisch Jungs?“) reicht das Angebot über Talkformate („Maischberger“) bis hin zur Telenovela „Rote Rosen“, wo ein junger Mann mit Down-Syndrom ein Praktikum im Hotel antritt und mit Vorurteilen und Ungerechtigkeiten zu kämpfen hat.

Im Radio beleuchtet unter anderem „Klassentreffen – zehn Jahre nach der Förderschule“ (11.11./11 Uhr auf NDR Info), was aus den jungen Menschen geworden ist, und geht es bei „Land und Leute (11.11./12.30 Uhr auf SR 3) um die Frage: „Welche Spende ist die richtige?“. Die Themenwoche soll eine Plattform für einen gesamtgesellschaftlichen Diskurs bieten, betonte NDR-Intendant Lutz Marmor. Der Norddeutsche Rundfunk (NDR) hatte die Federführung für die inzwischen 13. Ausgabe der Themenwoche übernommen.

Von Dorit Koch

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