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ARD und ZDF zeigen so viel Olympia wie noch nie

Höher, schneller, weiter ARD und ZDF zeigen so viel Olympia wie noch nie

Das olympische Motto "Höher, schneller, weiter" gilt auch für ARD und ZDF. Das Sendevolumen aus Rio de Janeiro liegt noch über dem der Olympischen Spiele in London. Die beiden Sender werden im täglichen Wechsel 280 Stunden live berichten. Hinzu kommen rund tausend Stunden Livematerial im Internet.

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Franziska van Almsick berichtet für die ARD vom Zuckerhut.

Quelle: dpa

Hannover. Beide Programme wollen, wie es ZDF-Sportchef Dieter Gruschwitz formuliert, "mit größter Flexibilität die aus deutscher Sicht interessantesten Ergebnisse live übertragen". Die Olympischen Spiele von Rio sind mit über 300 Wettbewerben in fast 40 Sportarten das größte Sportereignis der Welt; zeitweise finden bis zu zwanzig Wettkämpfe gleichzeitig statt. ARD und ZDF wählen jeweils die Sportarten aus, bei denen sie das größtmögliche Zuschauerinteresse erwarten, der Rest wird live auf den beiden Internet-Sportangeboten sportschau.de und ZDFsport.de übertragen. Dort gibt es außerdem Dutzende Berichte und Reportagen auf Abruf; täglich kommen neue hinzu. Wer ein Fernsehgerät mit Internetanschluss besitzt, kann bis zu sechs Liveübertragungen abrufen.

ARD und ZDF trumpfen auf

Für die öffentlich-rechtlichen Sender ist Rio womöglich die vorerst letzte Gelegenheit, noch mal richtig aufzutrumpfen: Die europäischen TV-Rechte der Spiele 2018 bis 2024 sind für 1,3 Milliarden Euro an den US-Medienkonzern Discovery Communications gegangen. Das war ein herber Schlag für die beiden Sender, denn gerade in den programmlich ereignisarmen Sommermonaten hat Olympia zuverlässig für gute Zuschauerzahlen gesorgt.

Weil die Sender bei Weitem nicht mehr so großzügig mit den Gebührengeldern umgehen können wie früher, arbeiten sie an den jeweils acht Olympia-Tagen wie schon bei der Fußball-WM vor zwei Jahren eng zusammen. Beide senden aus demselben fast vollverglasten Studio im Olympic Park mit Blick auf Schwimmhalle und Olympia-Boulevard. Wegen der Zeitverschiebung findet ein Großteil der Veranstaltungen in der Nacht statt. Deshalb beginnt die Eröffnungsfeier am 5. August (ARD) erst um 1 Uhr. Die Zusammenfassung der nächtlichen Ereignisse am folgenden Mittag geht dann nahtlos in die Berichterstattung des neuen Wettkampftages über.

Die Experten

Für die ARD führen in Rio de Janeiro Gerhard Delling und Alexander Bommes durchs Programm, fürs ZDF Katrin Müller-Hohenstein und Rudi Cerne. ARD-Expertin fürs Schwimmen ist wie gewohnt die vielfache Olympiasiegerin Franziska van Almsick. Ebenfalls ein alter TV-Hase ist Zehnkämpfer Frank Busemann. Erstmals fürs Erste bei Olympia ist Julius Brink, 2012 erster deutscher Olympiasieger im Beachvolleyball; sein Ex-Teampartner Jonas Reckermann ist fürs Zweite in Rio.

Frauenfußball macht den Auftakt

Den Auftakt der Übertragungen macht am 3. August das olympische Frauenfußballturnier mit der Partie Brasilen gegen China (21 Uhr); um 23 Uhr startet das Team von Silvia Neid im Spiel gegen Simbabwe seine Mission Goldmedaille. Das ZDF zeigt tags darauf ab 22 Uhr die männlichen Fußballkollegen zum Auftakt gegen Mexiko. Ein neuer Service ist die Audiodeskription für sehbehinderte Zuschauer: Sprecher beschreiben auch die Kleidung der Athleten und ihre Körpersprache. Hajo Seppelt (ARD) und Elmar Theveßen (ZDF) sind als Doping-Experten dabei. Südamerika-Korrespondenten ergänzen die Sportberichterstattung um Infos zu Land und Leuten.

Auch Arte setzt einen Olympia-Schwerpunkt; den Auftakt macht am Sonnabend um 20.15 Uhr der Film „Rio. Einzigartig!“. Die Hommage erzählt die über 500 Jahre alte Geschichte der Stadt, verliert sich aber etwas im Detail. Deutlich sehenswerter ist der Film „Die Sportfalle“ (ARD, Montag, 22.45 Uhr). Die Reportage beschreibt anhand der Fußball-Weltmeisterschaften in Südafrika und Brasilien sowie der Olympischen Spiele in Rio, wie ausgerechnet diese Großveranstaltungen, die der Völkerverständigung dienen sollen, der Demokratie schaden. Kenntnis- und faktenreich belegen die Autoren, wie wenig die Wettkämpfe dem Volk zugutekommen, im Gegenteil: Die mit Steuergeldern erbauten riesigen Sportstätten stehen danach oft leer und verrotten.

Von Tilmann Gangloff, RND

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