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ARD will „Tagesschau“ verändern

Nachrichten ARD will „Tagesschau“ verändern

Die ARD will die „Tagesschau“ umbauen. Dafür plant das erste deutsche Fernsehen weniger Themen pro Sendung und „intensivere“ Berichte.

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Zeitungsverleger wollen Expansion von ARD und ZDF stoppen

Die ARD will die „Tagesschau“ verändern. Moderatorinnen wie hier Judith Rakers werden in Zukunft weniger Themen ansagen, dafür aber intensivere Berichte anmoderieren.

Quelle: dpa (Symbolbild)

In Hamburg erzählt man sich immer mal wieder den alten Witz vom Rundfunkorchester, das in der NDR-Zentrale in Lokstedt im Keller sitzt und jeden Abend um 20 Uhr live die sechs Töne der „Tagesschau“-Fanfare spielt. Die Geschichte ist natürlich Quatsch, enthält aber eben das schöne Klischee vom patinösen Rundfunkhaus mit den grauen Herren, die seit 1974 nicht mehr an der Sonne waren. Es ist ja wahr: Es hat sich nicht viel getan bei der „Tagesschau“ in den vergangenen 30 Jahren – aber warum sollte man an Deutschlands erfolgreichster Nachrichtensendung auch groß herumschrauben? Die 20-Uhr-Ausgabe ist „das Original“. Und das auch deshalb, weil sie (bei aller Aktualität und modernen Technik) etwas wunderbar Gestriges umweht.

Nun aber planen die Chefredakteure Kai Gniffke und Thomas Hinrichs eine behutsame Reform des ARD-Nachrichtenflaggschiffs. Das Ziel: Die Anzahl der Themen pro „Tagesschau“ soll schrittweise reduziert werden. „Auch meine Redaktion schafft es nicht, mir nach einer Sendung aufzuzählen, was wir alles an Themen drin hatten“, sagte Gniffke auf der Jahrestagung der Journalistenvereinigung Netzwerk Recherche. „Das ist absurd.“

Im Schnitt hat eine „Tagesschau“ derzeit 15 bis 17 Themen, dazu das Wetter und den ebenso lästigen wie überflüssigen Hinweise auf „tagesschau.de“. Und wirklich: Wer weiß schon nach wenigen Minuten noch, was der Aufmacher war? Mittelfristig will man dafür „intensiver“ berichten, mit mehr Hintergrund, mehr Einordnung – ein Trend, der die gesamte Nachrichtenwelt beherrscht. Und noch mehr Neuerungen: Von Herbst an werden die „Tagesschau“-Studios in Lokstedt modernisiert. Anders als RTL und das ZDF plant der NDR aber kein rein „virtuelles“ Studio, sondern eine Realkulisse mit Touchscreens und großer Videowand. Sendebeginn ist für Ende 2012 geplant.

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