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Fernsehen Abbrüche, Lachkrämpfe und Putzmänner in der „Tagesschau“
Nachrichten Medien Fernsehen Abbrüche, Lachkrämpfe und Putzmänner in der „Tagesschau“
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11:26 15.03.2019
Bei der Live-Übertragung kann so manches schief gehen: In der „Tagesschau“ gab es bereits so einige Pannen. Quelle: Marcus Brandt/dpa
Hannover

Chefmoderator Jan Hofer musste aus gesundheitlichen Gründen die „Tagesschau“ am Donnerstagabend abbrechen. Doch auch schon andere Kollegen und Vorgänger mussten mit weniger bedrohlichen Gründen für Störungen im ansonsten durchgetakteten Sendungsablauf kämpfen: Versprecher, Putzmänner und Lachkrämpfe brachten in bereits 67 Jahren Menschlichkeit in die seriöse, live-übertragene „Tagesschau“.

Die 1-Minuten-Sendung – „Tagesthemen“ im Jahr 2016

Bereits im November 2016 hatte Jan Hofer eine Moderation der „Tagesthemen“ wegen eines Magen-Darm-Virus’ an seine Kollegin Caren Miosga abgeben müssen.

Mit technischen – nicht mit gesundheitlichen Gründen – hatte Moderatorin Simone von Stosch im Januar 2015 zu kämpfen: Bei der 9-Uhr-Sendung war schon nach einer Minute Schluss. Wegen „menschlichen Versagens“ eines Mitarbeiter wurden falsche Bilder und Videos zu den Moderationen geliefert. Ein Mitarbeiter soll laut dem NDR-Sprecher die Ausgabe vom Vortag in den Sendungsablauf geladen haben.

Das WC-Turnier

Dagmar Berghoff musste mit menschlichem Versagen anderer Natur kämpfen. Als sie am 2. April 1988 den Erfolg von Tennis-Star Boris Becker verkünden wollte, der in Dallas das WTC-Turnier gewonnen hat, vertauschte sie die Buchstaben. Aus WTC wurde „WC....T“. Die Lottozahlen im Anschluss konnte Berghoff nur noch mit einem wahrlich schwer zu unterdrückendem Lachkrampf begleiten. „Verzeihung“, kicherte sie noch hinterher.

Der freundliche Putzmann

Als Susanne Daubner im Februar 2000 die Zuschauer begrüßte, grüßte der Putzmann freundlich mit „Morgen“ zurück. Während Daubner, sichtlich auf ihre Moderationstexte konzentriert, den Bericht über die Schäuble-Nachfolge in der CDU verlas, sortierte der Putzmann in aller Ruhe seine Utensilien. Der Kameramann zoomte schnell heran, um den ungebetenen Gast aus dem Bild zu schneiden. Doch das Internet hat auch diese Panne nicht vergessen.

Das Gewinnspiel

Auch in einem anderen Fall hatte Susanne Daubner mit „technischen Problemen“ zu kämpfen. In den „Tagesthemen“ am 17. April 2012 lief im Studio während der Live-Übertragung das Radio, in dem für ein Gewinnspiel geworben wurde. Daubner zog ihre Moderation mit dem Hinweis, „ich hoffe, Sie können mich noch hören“, durch und quittierte die Panne mit einem sympathischen Lacher.

Der Autoschreck

30 Jahre lang hat Jo Brauner die „Tagesschau“ moderiert, aber eine Sendung wird ihm bestimmt für immer im Gedächtnis bleiben. In den „Tagesthemen“ am 31. August 1995 wollte er eigentlich noch eine Meldung vorlesen, die vom „Autoschreck vom München“.

Doch sein Kollege Ulrich Deppendorf konnte wohl nicht warten und legte schon mit seinem Part los, obwohl die Kamera noch nicht auf ihn gerichtet war. Brauner konnte nur noch eingreifen: „Entschuldigung, ich hätte da noch eine Meldung.“ Über die Meldung über den Spaziergänger, der demonstrativ über falsch geparkte Autos gestiegen ist, musste Brauner dann aber auch noch lachen.

Von RND/goe

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