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Fernsehen Annette Frier: „Anwälte grüßen mich gern mal mit „Frau Kollegin““
Nachrichten Medien Fernsehen Annette Frier: „Anwälte grüßen mich gern mal mit „Frau Kollegin““
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17:01 20.01.2013
 Am Montag beginnt die vierte Staffel der Erfolgsserie „Danni Lowinski“ mit Annette Frier. Quelle: dpa
Berlin

Frau Frier, heute gar nicht am Set?

Noch nicht. Wir drehen bis in die Nacht. Man wird ja so ausgebeutet beim Film... Damit wir Montagmorgen früh anfangen können, werden die Nachtdrehs ins Wochenende gelegt, damit wir die Ruhezeiten einhalten können. (lacht)

Vier Staffeln Danni Lowinski. Macht die Rolle noch Spaß?

Klar. Sonst wäre ich nicht mehr dabei. Ich glaube, wir haben bis hierhin in jeder Staffel noch eine Schippe draufgelegt. Wenn wir irgendwann den „Dallas/Denver Point of no Return“ erreicht haben, hören wir auf.

Eine Neuerung ist, dass Ihre Schwester mitspielt. Fluch oder Segen?

Sowohl als auch!... Nein, Quatsch. Ich habe mich wahnsinnig auf sie gefreut. Am ersten Tag war ich allerdings tierisch nervös. Das ist ja so, als wenn man bei der Arbeit seine Eltern vorstellt. Aber nach zwei Stunden war der Krampf raus und seitdem ist es lustig.

Sie kommen in der Serie nicht unbedingt gut miteinander klar. Ist das realistisch?

Da bewacht eine Vorzimmerdame ihren Prinzen und ich will vorbei. Nein, der Streit dieser beiden Figuren ist meilenweit von Caro und Annette entfernt, keine Angst.

Empfindet man es als Konkurrenz, wenn die Schwester den gleichen Beruf wählt?

Es ist ein toller Beruf, und Caro wollte das auch sehr früh machen. Kurz bevor es dann losging mit der Schauspielschule, hat sie nochmal gezögert. Gesellschaftlich wird man natürlich verglichen, aber ich sehe es als Bereicherung, mich mit meiner Schwester über den Beruf auszutauschen.

Sie haben Zwillinge. Wenn die Schauspieler werden wollten, würden Sie ihr OK geben?

Warum nicht? Ich würde ihnen sagen, dass es eine tolle Ausbildung ist, die auch für andere Berufe hilfreich ist. Außerdem würde ich ihnen sagen, dass es unwahrscheinlich ist, dass sie davon leben können. Ich hatte echt viel Glück in den letzten Jahren.

Frische deutsche Serien sind selten. Warum hat „Danni Lowinski“ Erfolg?

An dieser Stelle möchte ich mal gerne unseren Produzenten loben: Markus Brunnemann. Er hat schon viele Serien produziert, die so etwas wie moderne Klassiker geworden sind. „Edel & Starck“, „Unser Charly“, „Danni Lowinski“. Vielleicht ist es nicht nur Glück, sonder auch ein bisschen Know-how was hinter dem Erfolg einer solchen Serie steckt.

Ärgern Sie Serien wie „Berlin Tag & Nacht“? Laienschauspieler blockieren Sendeplätze.

Ich kann nicht mitreden. Ich habe das noch nie gesehen und verweigere auch das Hineinzappen. Aber wer bin ich, dass ich Deutschland erzähle, was es gucken soll. Sendeplätze vielleicht, aber den Job hat mir noch niemand weggenommen.

Nicht alle Kritiken waren zum Start gut. Wie kommen Sie mit Kritik klar?

Ach die Kritiken zum Start der ersten Staffel. Hans Hoff von der Süddeutschen Zeitung hat sich in der Kritik zur zweiten Staffel zu seiner Kritik zur ersten entschuldigt. Das ging natürlich runter wie Öl. Wenn jemand Schlechtes schreibt, hängt es von meiner Tagesform ab, wie ich damit umgehe. Ich glaube wirklich, dass ich im Laufe der Jahre gelernt habe, souveräner damit umzugehen. Kann einen ja auch nicht die ganze Welt geil finden.

Werden Sie eigentlich angesprochen und um Rechtsbeistand gebeten?

Haha, nein. Die Leute begreifen schon, dass es eine Rolle ist. Das Publikum von „Danni Lowinski“ ist ironiebegabt. Das unterscheidet es vielleicht auch von dem von „Berlin Tag & Nacht“. Die Leute sind oft ganz süß. Anwälte grüßen mich gern mal mit „Frau Kollegin“, Friseure haben auch immer einen guten Spruch parat.

Interview: Sebastian Scherer

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