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Arte zeigt Historienserie im Zorro-Stil

„Mit Dolch und Degen“ Arte zeigt Historienserie im Zorro-Stil

Romanze am spanischen Hof: Mit der 18-teiligen Serie „Mit Dolch und Degen“ setzt Arte ganz auf Mantel-und-Degen-Romantik à la Zorro und die drei Musketiere.

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Tiefe Blicke: Infantin und Prinz. 

Quelle: Arte

Schon nach wenigen Minuten klirren Degen, sinken die ersten Männer theatralisch zu Boden. Söldner Diego Alatriste y Tenorio (Aitor Luna), genannt „Hauptmann“, hat die Aufgabe, den spanischen König Philipp IV. bei dessen heimlichem Bordellbesuch zu beschützen - und schon kommt es inmitten barbusiger Huren zur Konfrontation mit anderen Häschern. Das ist der Beginn einer Historienverfilmung um verbotene Romanzen, politische Machtkämpfe und Intrigen bei Hofe in Madrid.

Arte setzt mit der 18-teiligen Serie „Mit Dolch und Degen“ ganz auf Mantel- und Degen-Romantik à la Zorro und die Drei Musketiere, auch wenn sich an diese wohl schon bald keiner mehr erinnern wird. Die spanisch-deutsch-französische Koproduktion basiert auf der Romanreihe „Hauptmann Alatriste“ (1996 – 2006) von Erfolgsautor Pérez-Reverte; auch der kleine Sender aus Straßburg hat bei dem 15 Millionen Euro teuren hispanozentrierten Abenteuer mit einer nennenswerten Summe mitgemischt. Bedingung war, dass auch deutsche und französische Darsteller mitwirken.

Neben dem spanischen Fernsehstar Aitor Luna spielt  Constantin von Jascheroff („Rennschwein Rudi Rüssel“, „Tatort“) den englischen Thronfolger Prinz Charles. „Mit Dolch und Degen“ erzählt dessen skandalöse Avancen um die Infantin María Ana, der Schwester des spanischen Königs, im Jahr 1623, als unsichere Zeiten in Europa herrschen - vor allem in Madrid. Die geplante Hochzeit ist politischer Sprengstoff, fürchten doch die Franzosen, dass Spanien und England auf diese Art zusammenrücken. Söldner Diego soll es mit seinem sehr scharfen Degen richten. Ihm zur Seite steht der zwölfjährige Halbwaise Inigo, dessen gefallener Vater dem „Hauptmann“ einst das Leben gerettet hat.

Beizeiten gibt es verwirrend viele Darsteller mit komplizierten Namen, die in arg konstruierten Kulissen agieren und Stolz- und Vorurteil- geschwängerte Dialoge sprechen. Eine wahre Kostümschlacht liefert dabei die Maske ab: Während der Adel gar nicht genug bonbonfarbene Puffärmel, gespreizte Reifröcke, Halskrausen und Spirallocken auffahren kann, versinkt das übrige Madrid in Dreck und Armut. Weil sich das Niveau der Schauspieler stark voneinander unterscheidet, wirken einige von ihnen linkisch wie Karikaturen aus Monty Pythons Leben des Brian.

Das gilt aber bei Weitem nicht für alle. Der den Frauen zugewandte Spanier Aitor Luna glänzt in seiner Paraderolle als unzähmbarer und unglaublich gutaussehender Serienheld Diego Alatriste, der Ehre, Sex und anderes schnittig auszufechten weiß und hinter seiner gestählten Brust ein Herz für Gerechtigkeit und Loyalität zeigt.

Auch der Deutsche Constantin von Jascheroff macht als impulsiver Prinz Charles von Wales eine gute Figur. Für die in Ungarn produzierte Serie hat er nicht nur reiten und fechten gelernt, sondern sich auch „nächtelang spanische Vokabeln eingeprügelt“, wie er über seine Rolle sagt. Denn gedreht wurde nur auf Spanisch. Und so mancher Handlungsstrang kommt einem eben auch recht Spanisch vor.

„Mit Dolch und Degen“

Ab Montag, jeweils Montag bis Freitag, 17.30 Uhr auf Arte.

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