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Sonntagskrimi: ZDF zeigt britische Erfolgsserie

"Vera – ein ganz spezieller Fall" Sonntagskrimi: ZDF zeigt britische Erfolgsserie

Diese Serie verspricht beste britische Krimiunterhaltung der klassischen Art: "Vera – Ein ganz spezieller Fall" startet am Sonntagabend im ZDF.

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Ermittlerteam: Sergeant Joe Ashworth (David Leon) und seine Chefin DCI Vera Stanhope (Brenda Blethyn).

Quelle: ZDF

Mainz. Sie ist ein bisschen knubbelig, oft schlecht gelaunt und trinkt gern ein Glas zu viel. Wegen ihrer gefürchteten aufbrausend schroffen Art nennen sie ihre Mitarbeiter heimlich "Mussolini". Was ihr, als sie davon erfährt, allerdings gut gefällt. Sie, das ist die Titelheldin in der britischen Krimiserie "Vera – Ein ganz spezieller Fall", die in ihrer Heimat bereits seit Mai 2011 ausgestrahlt wird und dort Zuschauerzahlen von mehr als sechs Millionen erreicht.

Auch bei uns ist sie seit gut einem Jahr regelmäßiger Gast im Programm von ZDFneo, wo der Muttersender gern neue Serien testet. Jetzt kommt sie endlich ins Hauptprogramm des ZDF auf den seit Jahren bewährten Krimisendeplatz am späteren Sonntagabend gleich nach dem "Tatort", um 22 Uhr.

Schauplatz von "Vera" ist die englische Provinz, genauer gesagt die Ostküste bei Newcastle. Ein wunderschöner Landstrich, der auch entsprechend abgefilmt ist. Dennoch fehlt das Idyllische und Heimelige, wie man es aus der bei uns recht erfolgreichen "Inspector-Barnaby"-Serie kennt, die an verschiedenen Orten gedreht und erst in der Montage zur fiktiven Grafschaft Midsommer wird. Nein, gemütlich und behäbig geht es hier nicht zu. Das verhindert allein schon die von der bekannten Krimi-Autorin Ann Cleeves entwickelte Hauptfigur, die mit viel sarkastischem Witz und einer großen Portion List ihre Fälle löst.

Gespielt wird Detective Chief Inspector Vera Stanhope von der mittlerweile 69-jährigen Brenda Blethyn ("Stolz und Vorurteil", "Lügen und Geheimnisse"), einer mehrfach preisgekrönten englischen Schauspielerin, die schon zweimal für den Oscar nominiert gewesen ist. Unterstützt wird sie von David Leon, der ihren Kollegen Joe Ashworth verkörpert. Ein noch recht junger Ermittler, dem Vera fast blind vertraut, dem sie jedoch auch unverschämt viel zumutet.

Ihr erster Fall "Verborgene Abgründe" (Regie: Adrian Shergold) hat es gleich in sich. Denn es geht um einen ziemlich makaber inszenierten Mord: Als die alleinerziehende Julia Armstrong nach einem feuchtfröhlichen Abend mit ihrem Freund Gary spätnachts in ihr Häuschen in Newcastle zurückkehrt, macht sie eine grausige Entdeckung. Ihr 15-jähriger Sohn Luke liegt tot in einer mit Wasser gefüllten und mit Wildblumen bestreuten Badewanne.

Wie sich schnell herausstellt, wurde der Junge erdrosselt, während seine jüngere Schwester im Nebenzimmer schlief. Bei seinen Ermittlungen findet das Team um Vera heraus, dass es offenbar eine Verbindung gibt zu einem weiteren tragischen Todesfall: Lukes Freund Thomas ist wenige Wochen zuvor beim Herumtollen am Strand im Meer ertrunken. Höchstwahrscheinlich ein Unglücksfall. Doch trotz dieser Spur tappen die Ermittler lange im Dunkeln. Und dann geschieht noch ein weiterer Mord an der jungen Lehrerin Lily, die von einer Gruppe Vogelkundler tot am Strand in einem Tümpel gefunden wird. Ebenfalls mit Wildblumen drapiert.

Nett und umgänglich ist diese Vera nie, dennoch besitzt sie ein großes Einfühlungsvermögen. Selbst Kindern gegenüber, die sie eigentlich überhaupt nicht ausstehen kann. Warum, das erfährt man ganz am Rande, wenn es um ihre eigene private Lebensgeschichte geht. Auch diese privaten Schlenker wirken nie aufgesetzt oder überflüssig. Kurzum: "Vera – Ein ganz spezieller Fall" bietet beste britische Krimiunterhaltung der klassischen Art.

Von Ernst Corinth

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