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So sehen Sie künftig die Fußball-Bundesliga

DFL vergibt TV-Rechte So sehen Sie künftig die Fußball-Bundesliga

Die Deutsche Fußball-Liga hat entschieden, welche Fernsehsender die Fußball-Bundesliga und die Zweite Liga ab der Saison 2017/18 zeigen dürfen. Wir erklären, welche Konsequenzen die Entscheidung für den Fan hat – und wie teuer es für ihn wird.

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Auch künftig zeigt Sky die meisten Bundesliga-Spiele live. Aber 40 Partien werden ab 2017 von Eurosport übertragen. Um den Sender zu empfangen, hat der Fan mehrere Möglichkeiten.

Quelle: Federico Gambarini

Wo kann ich künftig Live-Spiele der Bundesliga sehen?

Die meisten Partien, nämlich 572 von 612, zeigt weiterhin der langjährige DFL-Partner Sky. Die übrigen 40 Spiele überträgt ab 2017 Eurosport: 30 am Freitagabend (20.30) und jeweils fünf am Sonntagmittag (13.30 Uhr) und Montagabend (20.30 Uhr). Die Begegnungen werden bei Eurosport2 zu sehen sein – es handelt sich ebenfalls um einen Bezahlsender.

DFL knackt die Milliardenmarke

Für die nationalen TV-Rechte kassieren die 36 Profi-Klubs pro Saison 1,159 Milliarden Euro.

Wer kein Geld fürs Fußballgucken bezahlen will, kann zumindest drei Partien – eine mehr als bisher – im Free-TV verfolgen. Am 1., 17. und 18. Spieltag überträgt das ZDF das Freitagabendspiel.

Wie empfange ich Eurosport2 – und wie viel kostet es?

Für Kabelkunden fallen möglicherweise zusätzliche Kosten an, über DVB-T wird Eurosport2 nicht ausgestrahlt. Eine Übersicht:

  • Kabel: Eurosport2 ist nicht frei empfangbar und muss aktuell über zusätzliche Senderpakete hinzugebucht werden. Die Kosten sind je nach Kabelanbieter unterschiedlich. Bei Kabel BW gibt es den Sender beispielsweise als Teil des Pakets DigitalTV Allstars für rund 15 Euro im Monat hinzu. Wichtig: In HD-Qualität gibt es Eurosport2 im Kabel nur über Sky.
  • Satellit: Derzeit ist Eurosport2 über Satellit nur über Sky zu empfangen. Kosten: Rund 20 Euro pro Monat im ersten Jahr im Sport-Paket.
  • Internet:  Eine entsprechend flotte Internetleitung vorausgesetzt gibt es ab 6,99 Euro im Monat (59,99 Euro im Jahr) mit dem Eurosport Player Zugriff auf das Eurosport-Programm. Dann kann per Computer, Tablet oder Smartphone geschaut werden. Smart-TVs von LG (Modelle ab 2012), Panasonic (ab 2010) und Samsung (2011 und neuer) können die Eurosport Player App aus den jeweiligen Stores herunterladen.

Was wird aus der ARD-Sportschau und dem ZDF-Sportstudio?

Die öffentlich-rechtlichen Sender haben ihre Rechte behalten. Die ARD berichtet weiterhin in der Samstag-Sportschau über die Spiele vom Nachmittag und die Freitagpartie sowie am Sonntagabend über die Spiele des Tages. Das ZDF darf als erster Sender Bilder vom Samstagabendspiel im Free-TV anbieten.

Großer Verlierer ist Sport1. Ab 2017 gibt es dort nicht mehr das Zweitliga-Montagspiel live zu sehen. Das überträgt dann exklusiv nur noch Sky im Pay-TV. Auch die zusammenfassenden Zweitliga-Berichte am Freitagabend und Sonntagabend stehen auf der Kippe. Das entsprechende Paket wurde bisher nicht vergeben, weil das Mindestgebot ausblieb.

Ändern sich durch den neuen TV-Vertrag die Bundesliga-Anstoßzeiten?

Geringfügig. Ab 2017 wird es fünf zusätzliche Sonntagspiele um 13.30 Uhr und fünf Montagspiele (20.30 Uhr) geben. Damit sollen die in der Europa League beschäftigten Vereine entlastet werden, die immer donnerstags international im Einsatz sind.

Die Deutsche Fußball-Liga (DFL) ändert den Spielplan. Künftig soll es auch in der 1. Fußball-Bundesliga Spiele am Montagabend geben – fünfmal pro Saison. Wie dann künftig ein Spieltag aussehen wird, sehen Sie in unserer Bildergalerie.

Zur Bildergalerie

In der 2. Bundesliga gibt es künftig freitags nur noch zwei statt bisher drei Spiele, am Samstag sind es dann drei statt zwei. Spielt die Bundesliga am Montag, wird das Zweitligaspiel auf Samstag vorgezogen.

Können Sky-Abonnenten ihren Vertrag wegen des leicht reduzierten Bundesliga-Angebotes kündigen?

Laut Verbraucherschützern führt die Neuordnung der Fernsehrechte, durch die Sky die Freitagabendspiele der Bundesliga verliert, nicht zu einem Sonderkündigungsrecht. "Es müsste erhebliche Programmänderungen geben, damit eine Sonderkündigung gerechtfertigt ist", erklärte Janine Hartmann von der Verbraucherzentrale Sachsen.

Ein Sonderkündigungsrecht sei grundsätzlich nur dann gegeben, wenn es durch die Änderungen für den Kunden nicht mehr zumutbar ist, am Vertrag festzuhalten. Sky bleibt jedoch im Pay-TV der Hauptpartner der Deutschen Fußball Liga (DFL). Hartmann rät Abonnenten, die dennoch diesen Weg gehen wollen, zur rechtlichen Prüfung des Vertrags.

Wer zeigt die Fußball-Bundesliga im Internet?

Im Internet ist ein neuer Mitspieler aufgetaucht. Das Rechtepaket sicherte sich das in London ansässige Unternehmen Perform. Dieses betreibt die Sport-Internetportale www.spox.com, www.sportal.de und www.goal.com. Dort können die Spielzusammenfassungen künftig früher laufen als in der "Sportschau". Perform hat das Recht erworben, ab 40 Minuten nach Abpfiff Bilder zu zeigen. Die Bilder können sowohl gegen Bezahlung als auch kostenlos verwertet werden.

Was wird mit den Übertragungen im Radio?

Bei den Radioübertragungen bleibt im UKW-Bereich alles beim Alten. Wie bisher strahlen die Hörfunksender der ARD die Spiele aus. Die ARD kündigte an, die Übertragungen stärker in den sozialen Medien begleiten zu wollen. Für die Audio-Rechte im Internet erwarb der Onlinehändler Amazon zum ersten Mal die Rechte einer großen Fußball-Liga. Unklar ist noch, wie der Versandhändler die Audio-Rechte in sein Angebot integriert.

dpa/RND/wer

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