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Das müssen Sie zum Schweiger-"Tatort" wissen

Zweiter Teil "Fegefeuer" Das müssen Sie zum Schweiger-"Tatort" wissen

Ein Mann sieht rot – und zwar richtig. Was heute Abend in der zweiten Folge des Doppel-"Tatorts" mit Til Schweiger geschehen wird, hält die ARD noch geheim, aber es dürfte wieder ziemlich actionlastig werden. Wir haben zusammengefasst, was bisher passiert ist und was noch passieren könnte.

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 Jetzt fährt Til Schweiger alias Nick Tschiller die ganz harten Geschütze auf.

Quelle: dpa

Zwei Männer auf einem einsamen Industriegelände. Einer von beiden hat gerade in bester Mission-Impossible-Manier seine vier Folterknechte gekillt. Jetzt geht er auf Rachefeldzug. „Wir sind die Guten“, versucht Yalcin Gümer (Fahri Yardim) seinen Ermittler-Partner Nick Tschiller (Til Schweiger) noch umzustimmen. Doch der hat längst in den Eiskalter-Killer-Modus umgeschaltet. "Ich nicht mehr", antwortet der Polizist, schlägt den Kollegen nieder und fährt davon. So endete der erste Teil der Doppel-Folge "Der große Schmerz" am Neujahrsabend.

In seinem dritten Einsatz als "Tatort"-Kommissar Nick Tschiller hantiert Til Schweiger wieder mit einem ganzen Waffenarsenal. Denn jetzt kommt es für den Hamburger Ermittler ganz dicke.

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Und wie geht's weiter? Das wissen selbst die Medienjournalisten nicht, vorab gab es keine Rezensionsmaterialien. Bleibt also nur ein bisschen Spekulation, was im vierten Teil "Fegefeuer" der Reihe aus Hamburg mit den Figuren geschehen wird. Der Film läuft am heutigen Sonntagabend ab 20.15 Uhr in der ARD und ist danach in der ARD-Mediathek jeweils ab 20 Uhr abrufbar.

Nick Tschiller (Til Schweiger)

Nikolas "Nick" Tschiller ermittelt seit 2013 beim Hamburger Landeskriminalamt (LKA). Vorher war er beim SEK in Hessen, zog dann aber seiner 16-jährigen Tochter Lenny zuliebe nach Hamburg. Soziologische und psychische Hintergründe von Verbrechern interessieren ihn wenig. Er hat keine Lust, Verdächtige stundenlang unter Aufsicht durch den Einwegspiegel zu verhören. Mit seinen Gegnern macht Tschiller deshalb kurzen Prozess. Er will die Täter zur Verantwortung ziehen – mit allen Mitteln.

Den Clanchef und Mafiaboss Firat Astan bringt Tschiller in seinem ersten Fall "Willkommen in Hamburg" höchstselbst hinter Gitter. Durch eine junge Zwangsprostituierte deckte er Astans Geschäfte mit Menschenhändlern auf. Doch schon im zweiten Fall "Kopfgeld" kriegt Tschiller dafür die Quittung: Gerade als er seine Exfrau Isabella zum Flughafen fahren will, bemerkt er die Bombe unter seinem Autositz und kann sich in letzter Minute retten. Ihm ist klar, dass Astan – aus dem Gefängnis heraus – ein Kopfgeld auf ihn ausgesetzt haben muss, um ungestört einen millionenschweren Drogendeal abzuwickeln. Was Tschiller natürlich verhindern kann.

Doch schließlich stellt Astan Tschiller im dritten Teil "Der große Schmerz" eine Falle. Er lässt Tschillers Tochter Lenny und Isabella entführen und droht damit, sie umzubringen, sollte Tschiller ihm während eines Gefangenentransports nicht zur Flucht verhelfen. Dem LKA-Mann gelingt es, in die Polizeieskorte für Astans Transport nach Bayern aufgenommen zu werden. Er hängt die Kollegen ab und flieht mit Astan in einem Kleintransporter.

Der Gangsterboss soll ihn zum Versteck der beiden Frauen bringen. Dort macht Tschiller die Erfahrung, dass er nicht der Einzige ist, der es auf den Clanchef abgesehen hat. Eine russische Bande unter ihrer Anführerin, der Killerin Leyla, will Astan ebenfalls an den Kragen. Im Schusswechsel schießt Astan schließlich Isabella an, die später stirbt. Jetzt gibt es für Tschiller keine Grenzen mehr. Er will Astan tot sehen. Koste es, was es wolle.

Eine Bazooka, die sich Tschiller schon zu Beginn des ersten Teils besorgen ließ, lässt darauf schließen, dass der Cop jetzt die harten Geschütze auffährt. Immerhin hat er sogar vom Innenminister persönlich die Lizenz zum Töten gekriegt. Inoffiziell, aber immerhin. Ein Image ist wertvoller als ein Prozess. Wohin Tschiller Astan verfolgen wird, weiß man nicht, ist aber auch egal. Denn er wird eine Spur der Verwüstung hinterlassen.

Yalcin Gümer (Fahri Yardim)

Yalcin Gümer ist Tschillers Partner seit dem ersten Fall. Er ist ein Computergenie und kann sich in fast alle Datenbanken und Kontrollmechanismen hacken. Der Deutschtürke hat immer einen lockeren Spruch parat, toleriert aber längst nicht alles, was sein Kollege Tschiller tut. Dennoch fällt er ihm nicht in den Rücken, sondern versucht ihn im Alleingang zu unterstützen.

Auch im dritten Teil ist er es, der Isabella und Lenny im Versteck der Russen aufspürt. Er tötet die hübsche, aber eiskalte Bandenchefin Leyla, kann den Schuss auf Isabella aber nicht verhindern. Und zu seinem Partner Tschiller findet er auch keinen Zugang mehr. Denn der schlägt ihn schließlich nieder.

Gümer wird seinen Kumpel aber auch bei dessen Rachenummer nicht im Stich lassen, soviel ist klar. Entweder wird er die Kollegen vom LKA auf Tschillers Spuren bringen, oder er wird selbst nach ihm suchen. Vermutlich beides. Und wahrscheinlich darf er auch dieses Mal den Helden spielen und Tschiller den Hals retten.

Firat Astan (Erdal Yildiz)

Der Mafiaboss und seine Familie sind tief in der Unterwelt Hamburgs verwurzelt. Menschenhandel, Drogengeschäfte, Waffen – überall hat Firat Astan seine Finger im Spiel. Dadurch, dass Tschiller ihn festgenommen hat, ist er zu seinem persönlichen Erzfeind avanciert. Aber Astan weiß auch, was Tschiller für ihn leisten kann und wo er am verwundbarsten ist.

Nach dem Schusswechsel auf dem Schiff der Russen ist Astan mehrere Meter tief in einen Abstellraum gefallen, doch er hat schwer verletzt überlebt. Jetzt, wo er weiß, dass nicht nur die Polizei und Tschiller, sondern auch andere skrupellose Gangster hinter ihm her sind, wird er wohl erst mal in Deckung gehen.

Doch er hat noch einen Trumpf in der Hand. Ein früheres "Geschenk" des Innenministeriums, damit er den Kiez ruhig hält, nutzt er als Lebensversicherung. Was genau diese "Bombe" ist, ist noch unklar, doch sollte Astan sterben, wird das Folgen für Hamburg haben. Das sagt zumindest ein russischer Gangster. Aber den hat Tschiller gekillt.

Leonora "Lenny" (Luna Schweiger) und Isabella Schoppenroth (Stefanie Stappenbeck)

Lenny ist Nick Tschillers Tochter. Weil sie mit ihrer Mutter Isabella von Frankfurt nach Hamburg gezogen ist, musste ihr Vater sich nach Hamburg versetzen lassen, um sie öfter sehen zu können. Eine Zeit lang zog Lenny sogar zu ihrem Vater, doch der kriegt Kindererziehung und Polizeijob nicht besonders gut unter einen Hut. Lenny ist Tschillers wunder Punkt.

Isabella Schoppenroth ist Tschillers Exfrau. Beide sind seit zehn Jahren getrennt, aber pflegen ein gutes Verhältnis. Und eigentlich will Tschiller sie auch zurück. Doch dann werden sie und Lenny entführt. Isabella wird von Astan angeschossen und stirbt wenig später im Krankenhaus.

Zum Ende des dritten Teils liegt Lenny schlafend nach einem Kollaps im Krankenhausbett. Sie weiß noch nicht, dass ihre Mutter tot ist. Dass sie nach der Entführung in "Fegefeuer" wieder eine größere Rolle spielt, ist unwahrscheinlich.

Hanna Lennerz (Edita Malovčić)

Hanna Lennerz ist Staatsanwältin beim LKA. Sie hatte eine Affäre mit Tschiller und wurde im zweiten Teil von Männern des Astan-Clans heftig zusammengeschlagen. Seitdem misstraut sie Tschiller und seinen Ermittlungsmethoden.

Sie wird Tschillers Alleingang bei der Jagd nach Astan nicht tatenlos zusehen. Wahrscheinlich wird sie ein Polizeikommando losschicken, um den abtrünnigen Polizisten zurückzuholen.

Einen echten Showdown in der Story von Tschiller und AStan wird es allerdings auch in Fegefeuer nicht geben. Denn im März startet der "Tatort"-Kinofilm "Off Duty", der an den "Tatort" vom Sonntagabend inhaltlich anschließt.

Von Isabel Christian

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