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00:15 23.03.2016
Ein geheimer Tunnel im Sicherheitsbereich des Flughafens Langenhagen? Ist so etwas überhaupt möglich? Quelle: NDR/Marion von der Mehden
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Hannover

Das Entsetzen steht der Bundespolizistin ins Gesicht geschrieben. „Warum ist hier ein Lüftungsschacht? Hier sollte gar keiner sein“, sagt Julia Grosz, gespielt von Franziska Weisz, und leuchtet mit der Taschenlampe durch den Heizungskeller auf das unscheinbare Lamellengitter. Doch die Ahnung wird zur Gewissheit, nachdem Wotan Wilke Möhring alias Hauptkommissar Thorsten Falke einige Male gegen die Klappe getreten hat. Dahinter befindet sich tatsächlich ein Tunnel, durch den korrupte Flughafenmitarbeiter im „Tatort: Zorn Gottes“ Terroristen ins Land schleusen – und nun auch noch eine Leiche. So war es zumindest am Sonntagabend in der ARD zu sehen.

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Die "Tatort"-Kommissare Thorsten Falke und Julia Grosz ermitteln am Flughafen Hannover. Das neue Team macht in "Zorn Gottes" Jagd auf Terroristen. 

So hat der Hannover-"Tatort" im Netz abgeschnitten.

Ein geheimer Tunnel im Sicherheitsbereich des Flughafens Langenhagen? Ist so etwas überhaupt möglich? „Dieser Teil der Handlung gehört für mich zur künstlerischen Freiheit“, sagt Bundespolizeiinspektor Frank Steigerwald, der am Flughafen Langenhagen arbeitet. Dass Kriminelle einen Tunnel in einem hochsensiblen Bereich des Flughafens graben, ohne dass es jemand mitbekommt, finde er höchst unwahrscheinlich.

Genauso undenkbar sei es, dass ein Mitarbeiter wie Rocky Kovac (gespielt von Christoph Letkowski) im Film einfach durch das Gebäude spazieren kann, ohne kontrolliert zu werden. Denn in Wahrheit müssten sich alle an die Personal- und Warenverordnung halten, sagt Steigerwald. „Das bedeutet, dass alles, was in den Sicherheitsbereich hinein- oder hinausgeht, kontrolliert werden muss.“ Also nicht nur Personal, sondern auch etwa schweres Gerät, um einen Tunnel überhaupt bauen zu können.

Doch davon abgesehen, sei der „Tatort“ aus Sicht der Bundespolizei sehr gelungen. „Unser beruflicher Alltag wird sehr realitätsnah gezeigt“, sagt Steigerwald. Was allerdings auch daran liegen könnte, dass er und seine Kollegen die Dreharbeiten am Flughafen intensiv begleitet haben. Fünf Tage liefen die Kameras im Frühjahr 2015 in Langenhagen, immer war jemand vom Flughafenpersonal dabei. „Wir haben die Crew in Schichtverfahren begleitet, denn sogar nachts wurden einige Szenen gedreht.“

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Großer Andrang am Roten Teppich: Wotan Wilke Möhring, Franziska Weisz und Mousse T. stellen im Astor Kino ihren „Tatort“ vor.

Zusätzlich zur fachlichen Expertise zu Uniformen und Prozedere hatte das Flughafenpersonal jedoch noch eine andere, wichtigere Aufgabe: „Wir mussten alles kontrollieren. Egal, ob Schauspieler, Komparsen, Ausrüstung oder Requisiten“, sagt Steigerwald. Und es oblag der Bundespolizei, zu entscheiden, zu welchen Bereichen die Filmcrew überhaupt Zutritt bekam.

Für diese Möglichkeit hatte Hauptdarsteller Wotan Wilke Möhring bei der Premiere am Donnerstag im Astor-Kino dem Flughafenpersonal noch einmal ausdrücklich gedankt: „Es ist nicht selbstverständlich, dass man an einem solchen Ort drehen darf. In Düsseldorf oder Frankfurt wäre das nicht möglich gewesen.“

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Das sind die Ermittlerteams, die derzeit im „Tatort" auf Verbrecherjagd gehen.

Von Isabel Christian

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