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Das Dating-Debakel

Pro7-Sitcom „Undateable“ Das Dating-Debakel

Die neue Pro7-Sitcom „Undateable“ erinnert an große Vorbilder. Ein bisschen „How I Met Your Mother“, ein bisschen "Big Bang Theory", das ganze produziert vom "Scrubs"-Schöpfer - und fertig ist der neue Serien-Hit? Ja und Nein, meint unsere Kritikerin Nina May. 

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Außen Aufreißer, innen Teddybär: Danny (Chris D’Elia) ist der Protagonist der Serie „Undateable“.

Quelle: Pro7

Die Erwartungen waren hoch: „Scrubs“-Schöpfer Bill Lawrence kündigt eine neue Sitcom an, die dann auch noch als Nachfolger der „Big Bang Theory“ gehandelt wird. Um es vorwegzunehmen: Die Serie „Undateable“, die jetzt bei Pro7 angelaufen ist, ist weder so herrlich versponnen wie die Krankenhaus-Sitcom „Scrubs“ mit Zach Braff, noch analysiert sie das Milieu intelligenter Nerds mit einem Faible für „Star Wars“ und Comics auf so komische Weise wie die „Big Bang Theory“. Dennoch ist „Undateable“ eine passable Sitcom.

Die Essenz fehlt

Im Mittelpunkt steht der Aufreißer Danny (Chris D’Elia), der beschließt, seinem neuen Mitbewohner Justin (Brent Morin) und dessen Freunden die dringend benötigte Nachhilfe in Sachen Frauen zu geben. Justin hat schon lange ein Auge auf Nicki (Briga Heelan) geworfen, die in seiner Bar arbeitet. Doch er droht bei ihr in der „Friendzone“ zu versauern. Danny versucht ihm zu helfen, seine (Kennen-)Lernbehinderung zu überwinden. Schnell wird dabei klar, dass seinem eigenen Singleleben die Essenz fehlt. 

„Undateable“ speist sich aus anderen erfolgreichen Sitcoms der jüngeren Zeit: Die Serie pendelt zwischen der Wohnung eines unverheirateten Mitdreißigers und der Stammbar seiner Clique wie in „How I Met Your Mother“, und sie handelt von einer Gruppe von Außenseitern wie bei „Big Bang Theory“.

Allerdings funktioniert die Dynamik zwischen den Nerds und dem Alleschecker Danny eher so wie bei dem Pro7-Realityformat „Das Model und der Freak“: Chris D’Elia ist mit seinem langen Haar, seinem durchtrainierten Körper und der coolen Rockerjacke ein ziemlich penetranter Frauenschwarm.

Dem Draufgänger dabei zuzusehen, wie er seine neuen Freunde anleitet, hat wenig von dem Witz eines Barney Stinson, der in „How I Met Your Mother“ einen notorischen Womanizer spielt. Dannys Mitbewohner und dessen Freunde sind zu klischeehaft gezeichnet, um die Sympathie für die Sonderbaren zu erwecken, von der „Big Bang Theory“ lebt.

Gastauftritte von Scrubs“-Darstellern

Ein Pluspunkt: Zur Gruppe gehört ungewöhnlicher Weise auch eine Frau, Dannys Schwester Leslie (Bianca Kajlich), die zwar sehr attraktiv ist, aber kein Glück mit dem anderen Geschlecht hat.  Die Mehrkamera-Produktion wurde von Adam Sztykiel („Stichtag“, „Verliebt in die Braut“) entwickelt und basiert auf dem Roman „Undateable: 311 Things Guys Do That Guarantee They Won’t Be Dating Or Having Sex“ von Ellen Rakieten und Anne Coyle.

In den USA, wo die Serie seit 2014 läuft, wurde im Mai bekannt gegeben, dass die Serie um eine dritte Staffel verlängert wird. „Scrubs“-Fans sollen auch mit Gastauftritten der einstigen Seriendarsteller Zach Braff, Donald Faison, Neil Flynn und Christa Miller gelockt werden.

Das Fazit: Das überlaut eingespielte Gelächter ist zwar etwas nervig, doch die Sitcom ist durchaus für einige Lacher gut. Vor allem dann, wenn sie zwischenmenschliche Konventionen aufs Korn nimmt.

"Undateable". Pro7, immer montags, 21.15 Uhr.

Von Nina May

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