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So verändert sich die "Tagesschau"

Andere Ansprache, mehr Erklärstücke So verändert sich die "Tagesschau"

Der Charakter der "Tagesschau" wird sich in den nächsten fünf Jahren grundlegend verändern. Das erklärte Kai Gniffke, der als Erster Chefredakteur von ARD-aktuell bis 2020 wiedergewählt wurde.

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Neue Video-Angebote, mehr Erklärstücke und optische Veränderungen: Die "Tagesschau" soll sich in den nächsten Jahren deutlich weiterentwickeln.

Quelle: dpa/Montage

Berlin/Hamburg. Als zentrale Aufgabe benannte Gniffke, "unsere Präsenz im linearen TV stark zu halten und gleichzeitig denjenigen Menschen ein Nachrichtenangebot zu machen, die nicht um 20 Uhr auf dem Sofa sitzen". Dazu müssten neue Video-Angebote gemacht werden, "die eine Ästhetik und Ansprache haben, die der jeweiligen Plattform angemessen ist. Und dazu werden wir uns trauen, unter der Marke 'Tagesschau' auch mal etwas auszuprobieren und uns der Kritik der Nutzerinnen und Nutzer aussetzen."

Im Flaggschiff der ARD, der "Tagesschau" um 20 Uhr, will Gniffke künftig mehr Erklärstücke und Hintergrundbeiträge bringen, was sich auf die Gesamtzahl der Nachrichten innerhalb der Sendung auswirken könnte. "Deshalb werden wir nicht mehr so viele Themen behandeln können wie früher, aber hier ist weniger aus meiner Sicht manchmal mehr." Das Format nähert sich damit Sendungen wie den "Tagesthemen" und dem "heute-journal" an.

"Wir wollen mehr zeigen, als Sprecher hinter einem Tisch"

Auch optisch sei die Entwicklung mit der Einführung des neuen "Tagesschau"-Studios im vergangenen Jahr nicht abgeschlossen. Der Fotojournalismus habe eine viel größere Bedeutung bekommen. "Wir setzen auf die Kraft von Fotos, in den TV-Sendungen wie mittlerweile auch bei unserem Facebook-Auftritt. Wir wollen mehr zeigen als Sprecher hinter einem Tisch mit kleinen Abbildungen im Hintergrund."

Unter Gniffkes Leitung führte die ARD für die "Tagesschau" unter anderem eine Smartphone-App ein, die vor rund fünf Jahren zu Auseinandersetzungen zwischen dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk und privaten Verlegern führte, die um ihre Marktanteile in der digitalen Pressewelt fürchteten.

Kai Gniffke bleibt bis 2020 Erster Chefredakteur von ARD-aktuell. Das teilte der 54-Jährige am Dienstag in seinem " Tagesschau Blog" mit. Er sei nun seit zwölf Jahren Chefredakteur, seit 2006 Erster Chefredakteur. "Und nun hat mir die ARD die Chance gegeben, fünf weitere Jahre dranzuhängen. Ein großer Vertrauensvorschuss, eine Ehre und eine Gelegenheit, den Blick mal in Richtung 2020 zu richten", schrieb Gniffke.

In seiner Redaktion entstehen unter anderem die "Tagesschau" und die "Tagesthemen". Der NDR bestätigte, dass der Verwaltungsrat des Senders bereits am 9. Oktober der Vertragsverlängerung zugestimmt habe, die auf einem Vorschlag von NDR-Intendant Lutz Marmor beruhte.

dpa/are

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