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So gut wird die neue "Tatort"-Saison

Neue Folgen mit Liefers, Prahl, Furtwängler und Co. So gut wird die neue "Tatort"-Saison

Ab Sonntag zeigt die ARD die neuen "Tatort"-Folgen. Die Fans der Krimireihe können sich auf spannende Fälle freuen. Zum Jubiläum im November ermitteln Maria Furtwängler und Axel Milberg gemeinsam. Es wird nicht das einzige Experiment sein.

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Ausblick auf die neue "Tatort-Saison": Zum Auftakt ermitteln Klaus J. Behrendt und Dietmar Bär (r.u.), Ende August folgen Thorsten Lannert und Richy Müller (r.o.), im September muss Axel Prahl Jan Josef Liefers retten (l.o.), im November lösen Maria Furtwängler und Axel Milberg die 1000."Tatort"-Folge gemeinsam.

Quelle: dpa

Hannover. Der „Tatort“ ist zurück: Nach einer zehnwöchigen Sommerpause, in der es wegen Fußball-EM und Olympia nur Wiederholungen gab, startet Deutschlands älteste und beliebteste Krimireihe am Sonntag in die neue Saison – mit der Kölner Folge „Durchgedreht“ , in der die Kommissare Ballauf und Schenk (Klaus J. Behrendt und Dietmar Bär) den Doppelmord an einer Mutter und ihrem kleinen Sohn aufklären müssen. Was der sehr emotionale, aber recht konventionelle Auftaktfall mit den beiden alten Kämpen aus der Domstadt kaum ahnen lässt: Es wird eine Saison voller Höhepunkte, mit Experimentierlust und aktuellen Themen.

Der "Tatort" ist für viele Deutsche ein wöchentliches Ritual. 21 Teams und Kommissare ermitteln derzeit in den ARD-Krimis. Doch wer punktet bei den Zuschauern als beliebtestes Ermittlerteam?

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Schon der Stuttgart-Krimi „Tatort: HAL“   am 28. August, in dem es um den Mord an einer Studentin geht, die an der Entwicklung intelligenter Software beteiligt war, wird das Publikum polarisieren. Regisseur Niki Stein lehnt sich an den Science-Fiction-Klassiker „2001: Odyssee im Weltraum“ an, der Titel ist natürlich eine Anspielung auf den unheimlichen Bordcomputer „HAL“, der in Stanley Kubricks Kinoklassiker Amok läuft.

Das kann die neue Tatort-App

Mit Hilfe der "Tatort"-App kann der Zuschauer zum Live-Ermittler werden. Wie es funktioniert, lesen Sie hier.

Nach zwei Sonntagskrimis aus der Schweiz und Österreich folgt am 25. September das Wiedersehen mit den Quotengaranten Thiel und Boerne (Axel Prahl und Jan Josef Liefers). Der „Tatort“ aus Münster ist der beliebteste von allen, „Schwanensee“ (13,69 Millionen) war 2015 sogar die meistgesehene TV-Sendung des Jahres. Im neuen Fall will ein Neider den schnöseligen Professor töten, Kommissar Thiel muss Boerne retten. Auch in Ulrich Tukurs neuem Auftritt als Kommissar Felix Murot ( „Es lebe der Tod“ am 20. November ) gerät der Ermittler selbst ins Visier eines Killers.

Voraussichtlich im November läuft dann die 1000. Folge von Deutschlands Krimiklassiker Nummer eins. Zum Jubiläum ermitteln Charlotte Lindholm (Maria Furtwängler) aus Hannover und Klaus Borowski (Axel Milberg) aus Kiel gemeinsam. Die Folge spielt größtenteils in einem fahrenden Taxi und heißt nicht zufällig „Taxi nach Leipzig“ – so hieß schon der legendäre erste „Tatort“ anno 1970.

Das Wechselkarussell dreht sich in dieser Saison – so viel bisher bekannt ist – eher langsam. Stefan Konarske alias Kommissar Daniel Kossik wird im kommenden Jahr aus den Dortmunder Folgen ausscheiden. Im Dezember läuft der letzte Bodensee-„Tatort“ mit dem Ermittlerduo Blum und Perlmann (Eva Mattes und Sebastian Bezzel), als Ersatz ermittelt von 2017 an im Schwarzwald ein neues Team, zu dem auch Harald Schmidt gehört.

25 Jahre sind die "Tatort"-Kommissare Batic und Leitmayr schon im Dienst. Den Rekord als Dienstälteste hält allerdings eine Frau.

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Zu den weiteren Höhepunkten zählt neben dem nächsten Berliner „Tatort“ im Dezember, in dem endlich das Geheimnis um das Vorleben von Kommissar Karow ( Mark Waschke ) gelüftet werden soll, die für Februar geplante Ludwigshafener Folge „Babbeldasch“ : Regisseur Axel Ranisch verzichtet in dem Improvisationskrimi auf ein exaktes Drehbuch. An der Seite von Ulrike Folkerts alias Lena Odenthal improvisieren Laiendarsteller eines Amateurtheaters vor der Kamera. Ein gewagtes Experiment, so ein frischer Wind kann dem eingerosteten Pfalz-„Tatort“ auf jeden Fall nicht schaden.

Auffällig ist, wie intensiv sich die Krimimacher mit aktuellen Themen befassen. Im Wiener Tatort „Die Kunst des Krieges“ am 4. September geht es um Flüchtlinge, einen Schlepperring und osteuropäische Sexsklavinnen. Die digitale Welt steht gleich in mehreren Krimis auf der Agenda – gerade in Arbeit ist eine Folge, in der der Kieler Borowski im Darknet ermittelt, jenen unheimlichen Gefilden des Internets, wo der Amokläufer von München seine Waffe erworben hatte. In Bamberg und Nürnberg wird derzeit der dritte Franken-„Tatort“ gedreht, in dem es um einen Anschlag auf ein Flüchtlingsheim geht. Und in einer der kommenden Kölner Episoden formiert sich eine Bürgerwehr. Fazit: Der „Tatort“ macht seinem Ruf als Spiegel der gesellschaftlichen Befindlichkeiten im deutschen und deutschsprachigen Raum auch nach bald 1000 Folgen noch alle Ehre.

Vorschau: Die Termine der neuen "Tatort"-Folgen

  • Sonntag, 21. August: "Durchgedreht" mit Ballauf und Schenk / Köln
  • Sonntag, 28. August: "HAL" mit Lannert und Bootz / Stuttgart
  • Sonntag, 04. September: "Die Kunst des Krieges" mit Eisner und Fellner / Wien
  • Sonntag, 18. September: "Freitod" mit Flückinger und Ritschard / Luzern
  • Sonntag, 25. September: "Feierstunde" mit Thiel und Boerne / Münster

Von Cornelia Wystrichowski/RND/wer

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