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Dokureihe von menschlich-tierischen Wohngemeinschaften auf arte

„Die mit den Tieren leben“ Dokureihe von menschlich-tierischen Wohngemeinschaften auf arte

arte zeigt von Montag bis zum kommenden Freitag die fünfteilige Dokumentation „Die mit den Tieren leben“. In jeweils 45-minütigen Filmen werden Menschen aus Frankreich, Ungarn und Südafrika vorgestellt, die ihr Leben mit Tieren teilen, mit Menschenaffen, Wölfen, Elefanten, Delfinen und Schlittenhunden.

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Pierre und Eliane Thivillon mit ihren beiden Adoptivkindern Digit (links) und Gincko: In den letzten zehn Jahren hat sich bei ihnen alles nur um die Gorillas gedreht.

Quelle: arte

Tiere im Fernsehen haben etwas ungemein Beruhigendes. Und sind daher wohl auch äußerst beliebt. So gibt es beispielsweise im digitalen Fernsehen gleich mehrere Pay-TV-Kanäle, die rund um die Uhr Tierdokumentationen ausstrahlen. Und selbst arte mit seinem eher hochkulturellen Programm setzt im Sommer nun aufs Tier und zeigt von Montag bis zum kommenden Freitag die fünfteilige Dokumentation „Die mit den Tieren leben“. In jeweils 45-minütigen Filmen werden Menschen aus Frankreich, Ungarn und Südafrika vorgestellt, die ihr Leben mit Tieren teilen, mit Menschenaffen, Wölfen, Elefanten, Delfinen und Schlittenhunden. Und diese tierisch-menschlichen Wohngemeinschaften sind durch die Bank recht ungewöhnlich.

Allein das Bild, wie zwei Menschen und zwei fast ausgewachsene Gorillas neugierig aus einem etwas überdimensionierten Wohnungsfenster schauen und offenbar das ungewohnte Treiben eines Filmteams auf dem Weg vor ihrem Haus beobachten, bleibt unvergesslich. Es ist zu sehen in der ersten Folge dieser kleinen Reihe, die die Geschichte des französischen Ehepaares Thivillon erzählt, das bereits zweimal von der Mutter verstoßene Gorillababys mit der Flasche aufgezogen hat. Beide, Pierre und Eliane, haben vor fast 40 Jahren den Tierpark von Saint-Martin-la-Plaine im französischen Departement Loire gegründet, weil sie schon immer den Wunsch hatten, mit Tieren zu leben. Dass es einmal zu einem solch engen Beieinander kommt, haben sie damals allerdings nicht geahnt.

Heute jedenfalls leben in ihrem Tierpark mehr als 850 Tiere. Und darunter, auf einer hochmodernen Anlage, auch eine stattliche Gorillasippe. Doch richtig auf den Affen gekommen ist das sympathisch wirkende Ehepaar – beide übrigens, was Tiere angeht, Autodidakten – im Oktober 1998. Ein Gorillaweibchen brachte ein Junges zur Welt, wollte es aber nicht säugen. Und da außerdem ein Halbbruder des gerade geborenen Gorillamädchens ziemlich unsanft mit der Kleinen umging, beschlossen Eliane und Pierre, sie mit einer Flasche großzuziehen. Ein Entschluss mit Folgen: Die beiden Menschen wurden im Lauf der Zeit zu richtigen Adoptiveltern des Gorillakindes Digit, nahmen es gar in ihrem Haus auf, das allerdings mitten im Tierpark steht und auch direkt mit dem Gorillagehege verbunden ist.

Fünf Jahre später wiederholte sich diese Geschichte, diesmal mit einem Gorillajungen, bei dessen Aufzucht die Thivillons sich in der ersten Zeit nach der Geburt zwar helfen ließen, dennoch lebt inzwischen auch der mittlerweile schon recht große Bursche namens Gincko bei ihnen – zumindest bis auf Weiteres, weil er ausgewachsen 260 Kilo auf die Waage bringen wird, was dann selbst für diese Wohngemeinschaft doch eine Spur zu heftig wäre.
An eine Trennung von ihrem Gorillamädchen ist dagegen in absehbarer Zeit nicht gedacht. Und dass selbst nach ihrem Tod für die kleine Große gesorgt wird, dafür hat das tierverrückte Ehepaar bereits eine Stiftung gegründet.
Wenn man die beiden schon älteren „Tiereltern“ so erzählen hört, dann strahlt das jedenfalls eine ungewöhnliche Ruhe aus. Offenbar haben sie in dem friedlich harmonischen Zusammenleben mit ihren Tieren ihr Glück gefunden.

„Die mit den Tieren leben“ | arte
Erster Teil der Dokureihe
Montag 19.30 Uhr

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