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Droht der Volksmusik das Ende?

Studie Droht der Volksmusik das Ende?

Florian Silbereisen, Andy Borg und Carmen Nebel müssen jetzt ganz tapfer sein: Volksmusik im Fernsehen ist akut vom Aussterben bedroht. Schon in absehbarer Zukunft dürften im „Musikantenstadl“ für immer die Lichter ausgehen.

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Bald verschwunden? Volksmusik interessiert immer weniger Fernsehzuschauer. Darunter leiden auch die Sender ARD und ZDF.

Quelle: dpa (Archivbild)

Berlin. Das behauptet eine neue Studie zur Fernsehnutzung, die in der Fachzeitschrift „Media Perspektiven“ veröffentlicht worden ist. Unter der schönen Überschrift „Das Fernsehprogramm – ein Freund fürs Leben?“ setzen sich die Autoren mit der Frage auseinander, wie sich die Fernsehgewohnheiten von Zuschauern mit zunehmendem Alter ändern – oder eben nicht.

Nach den Ergebnissen steht dem öffentlich-rechtlichen Fernsehen eine schwierige Zukunft bevor: Viele junge Zuschauer, die um das Erste, das Zweite und die dritten Programme heute einen weiten Bogen machen, werden diese Sender auch dann nicht einschalten, wenn sie graue Haare haben. Ein schockierender Befund für ARD und ZDF – zumal an der Studie nicht etwa feindliche Privatsender beteiligt waren, sondern auch die WDR-Medienforschung.

Beim jungen Publikum spielen ARD und ZDF schon jetzt praktisch keine Rolle mehr: Die Marktanteile des Ersten liegen bei den Zuschauern unter 49 bei schlappen 7,3 Prozent. Das Zweite bringt es sogar nur auf 6,7 Prozent – noch weniger als VOX (7,7 Prozent) und kaum mehr als Kabel 1 (6,2 Prozent) oder RTL II (6,0 Prozent). ARD und ZDF liegen damit weit abgeschlagen hinter den beim jüngeren Publikum wesentlich beliebteren Privatsendern RTL (18,1 Prozent), PRO7 (11,6 Prozent) und SAT.1 (10,7 Prozent). Bei Zuschauern jenseits der 50 hingegen sind ARD und ZDF unangefochtene Marktführer.

Das Problem: Was Hänschen nicht guckt, guckt Hans nimmermehr. „Ein Alterseffekt in dem Sinne, dass die Zuschauer verstärkt Volksmusiksendungen einschalten, wenn sie älter werden, ist nicht festzustellen“, lautet das Fazit. Einzige Chance: Angebote für junge Zuschauer schaffen – auch in den Hauptprogrammen.

Martin Weber

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