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Dresdner "Tatort" löst heftige Kritik aus

"Auf einen Schlag" Dresdner "Tatort" löst heftige Kritik aus

Am Sonntag feierte das "Tatort"-Team aus Dresden nicht nur seinen ersten Fall, sondern gleich eine zweite Premiere: Erstmals klärte ein weibliches Ermittlertrio den Mord auf. Der "Tatort" mit Alwara Höfels, Karin Hanczewski und Jella Haase sorgte nicht nur im Netz für heftige Kritik.

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Die Schauspieler Martin Brambach, Karin Hanczewski, Alwara Höfels und Jella Haase (v.l.) im MDR-Tatort "Auf einen Schlag".

Quelle: Bernd Settnik

Hannover. Die drei Frauen ermitteln in ihrem ersten " Tatort" hinter den Kulissen der Schlagershow "Hier spielt die Musik". Im Dresdner Fall " Auf einen Schlag" wird Musiker Toni Derlinger, Ex-DDR-Kinderstar und eine Hälfte des Volksmusikduos Toni & Tina, Opfer eines Mordes. Die vermeintlich heile Welt der Schlagermusik steht Kopf. Entgegen begeisterter Vorab-Kritiken konnte die Premiere des Dresdner "Tatorts" weder im Netz noch bei deutschen Schlagerstars Begeisterungsstürme entfachen – im Gegenteil.

Geführt wird das Ermittlertrio um die Oberkommissarinnen Henni Sieland (Alwara Höfels), Karin Gorniak (Karin Hanczewski) und die Polizeianwärterin Maria Magdalena Mohr (Jella Haase) von Kommissariatsleiter Peter Michael Schnabel (Martin Brambach). Obwohl die schauspielerische Leistung Brambachs große Zustimmung erhielt, sorgte die Besetzung unter den Twitter-Nutzern auch für Kritik.

Die Idee eines weiblichen Ermittlerteams unter männlicher Führung sorgte für Spott und Verwirrung.

Das Thema Sexismus war in den zahlreichen Kommentaren zum ersten Dresdner "Tatort" allgegenwärtig.

Auch die klischeehafte Darstellung weiblicher Technik-Fähigkeiten brachte "Auf einen Schlag" Kritik ein.

Am Ende beschwerten sich die Nutzer neben vieler kleiner Mäkeleien vor allem über den viel zu frühen Tod der Polizeianwärterin Maria Magdalena Mohr.

Schlagerstars kritisieren "Tatort"

Der neue Sachsen-"Tatort" sorgte nicht nur im Netz für kritische Diskussionen, sondern hat auch einige Schlagersänger verärgert. "Das Drehbuch kann nur ein Mann geschrieben haben, der von banalen Vorurteilen gegenüber Volksmusik geprägt ist und sich nie wirklich mit uns beschäftigt hat", sagte Musiker Heino (77) der "Bild"-Zeitung vom Montag. "Dieser "Tatort" war überflüssig und verhöhnt nicht nur meine Kollegen, sondern auch unsere vielen Fans."

"Den "Tatort"-Machern ist nichts Besseres eingefallen, als unsere Branche gehörig durch den Dreck zu ziehen. Schade, dass man uns Volksmusiker immer so negativ darstellen muss", sagte das Schunkel-Duo Marianne (63) und Michael (66) dem Blatt. Drehbuchautor Ralf Husmann ("Stromberg") hatte sich für seinen ersten "Tatort" die Volksmusik-Szene ausgesucht, weil dort nach eigenen Worten "noch Rock n' Roll drin ist".

are/dpa

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