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11:36 28.01.2016
Mutige Besetzung: Schauspieler Joseph Fiennes soll Michael Jackson spielen. Quelle: dpa
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London

Seit mehreren Wochen sorgt die Nicht-Nominierung schwarzer Schauspieler bei den Oscars 2016 für Aufsehen. Nun bekommt die Rassismus-Debatte neuen Auftrieb. Grund ist die Besetzung eines englischen TV-Films: Ausgerechnet der (weiße) Schauspieler Joseph Fiennes soll Michael Jackson spielen.

"Elizabeth, Michael und Marlon" heißt der Film, der vom britischen Sender Sky Arts angekündigt wurde. Der Film, für den noch kein Ausstrahlungstermin bekannt ist, basiert auf einer Legende, die das Magazin "Vanity Fair" 2011 in die Welt gesetzt hatte. Demnach seien die Superstars Elizabeth Taylor, Michael Jackson und Marlon Brando am 11. September 2001 gemeinsam in einem Mietwagen unterwegs gewesen, weil nach den Terrorattacken kein Flug aus New York möglich war.

"Ein schrecklicher Witz"

Vor allem die Besetzung von Ralph Fiennes als Michael Jackson sorgt für Aufsehen. Fans des 2009 gestorbenen "King of Pops" kritisierten, dass ein weißer Schauspieler den Afro-Amerikaner spielen soll. Fiennes (45) entgegnete darauf, die Hautfarbe des Musikers sei durch dessen Pigmentstörung seiner eigenen ähnlich.

"Hoffe immer noch, dass es ein schrecklicher Witz ist", schrieb ein Twitter-Nutzer. Ein anderer rief zum Boykott des Films auf. "Wer ist an Bord, die Weißwaschung von Michael Jackson zu boykottieren, in der er von Joseph Fiennes gespielt wird?". Ein anderer forderte: "Joseph Fiennes (ein weißer Typ!) spielt also Michael Jackson. Ich sage, dass Denzel Washington im nächsten Film Elvis spielen zollte, um fair zu sein."

In der US-Sendung "Entertainment Tonight" offenbarte der Brite nun, dass er selbst überrascht über das Rollenangebot war. "Ich bin ein weißer, bürgerlicher Typ aus London. Ich war so geschockt, wie viele andere auch", sagte Fiennes.

Gleichwohl verteidigte der Schauspieler aber die Rollenwahl. Fienes nahm dabei Bezug auf Jacksons Hautfarbe, die im Laufe dessen Karriere immer heller wurde. Jackson habe ein "Pigmentproblem" gehabt, so Fiennes. In der Konsequenz sei Jackson "vielleicht näher an meiner Hautfarbe als an seiner ursprünglichen" gewesen. Vielleicht auch um den Jackson-Fans die Sorge vor einer bösen Darstellung des King of Pops zu nehmen, betonte Fiennes, dass es sich bei dem Film um eine "leichte Komödie" handele, die "in keiner Weise bösartig, sondern eher liebenswert" sei.

zys/dpa/afp

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