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Kermit hat Depressionen

Film "Die Muppets" kommt ins TV Kermit hat Depressionen

"Die Muppets" sind ein Kinospaß mit bekannten Fernsehfiguren: Rund zweieinhalb Jahre nach dem Kinostart sind Kermit, Miss Piggy und Co. erstmals im TV zu sehen - am ersten WM-freien Tag nach Wochen.

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Familienfilm mit Retrogeist: Miss Piggy und Kermit im Film "Die Muppets" aus dem Jahr 2011.

Quelle: dpa

Berlin. Kermit, der Frosch, Miss Piggy, Gonzo, Fozzie Bär, Scooter, das Tier, Hund Rolf, der dänische Koch, Beaker, Statler und Waldorf und all die anderen Muppets zusammen in einem Film: "Die Muppets" kommen jetzt rund zweieinhalb Jahre nach dem Kinostart in Deutschland nun auch als Erstausstrahlung ins Free-TV. ProSieben zeigt den Gute-Laune-Spaß, der allein in den USA mehr als 150 Millionen Dollar einspielte, an diesem Freitag um 20.15 Uhr. Das ist der erste spielfreie Tag während der WM. So droht keine Fußball-Konkurrenz.

"Die Muppets" ernteten überragende Kritiken, von «New York Times» über «Variety» bis zum «Hollywood Reporter». Aber worum geht es in diesem inzwischen siebten Muppets-Kinofilm seit 1979, in dem natürlich wieder viel gesungen und getanzt wird und den die Muppets-Fans maßgeblich dem Enthusiasmus des Schauspielers und Muppets-Fans Jason Segel zu verdanken haben, der am Drehbuch mitschrieb?  Walter (eine Puppe, umgeben von Menschen und ein neuer Muppet) ist ein Riesen-Fan der klassischen Muppets. Er ist damit ein bisschen out in der Zeit computeranimierter Kinospäße wie «Shrek».

Mit seinem Bruder Gary (Jason Segel) und dessen Freundin Mary (Amy Adams) fährt er nach Los Angeles, um Urlaub in der Filmmetropole zu machen. Zufällig findet er beim Besuch der heruntergekommenen Muppet-Studios heraus, dass der fiese, geldgierige Öl-Unternehmer Tex Richman (Chris Cooper) die alten Wirkungsstätten der Muppets dem Erdboden gleich machen will, weil er in der Gegend Öl wittert.  Nun schlägt die Stunde des Fans: Walter will die Muppets wieder zusammenbringen, die inzwischen in alle Welt verstreut sind. Gemeinsam sollen sie eine Revival-Show auf die Beine stellen, um das Theater zu retten und damit schließlich auch die fast vergessene Erfolgsgeschichte von Kermit und Co. Es geht jedoch um viele Millionen Dollar und alles erweist sich als komplizierter als gedacht.

Allein die Story verrät schon den nostalgischen Geist dieses liebevoll gemachten Films, der mit Klischees spielt und amüsiert: Kermit lebt zum Beispiel zurückgezogen und leicht depressiv in einer Villa, Fozzie tritt zusammen mit der Showband The Moopets in einem heruntergekommenen Casino in Reno auf und Miss Piggy arbeitet - nach dem Motto «Das Schwein trägt Prada», nicht nur der «Teufel» - bei der Modezeitschrift «Vogue» in Paris.  Die Autoren Jason Segel und Nick Stoller - Macher von Komödien wie «Männertrip» und «Nie wieder Sex mit der Ex» - setzen unübersehbar auf Retro-Geist. Alte Hits wie «We Built This City» von Starship und 50er-Jahre-Ästhetik durchwehen den Familienfilm.

«Die Muppets», der Film aus dem Jahr 2011, wendet sich nicht unbedingt an die Teenager von heute. Die «New York Times» interpretierte den Film als ein Disney-Werk für «Generation X moviegoers». So ist er in erster Linie etwas für die ältere Generation. Diese Leute, die in den (frühen) 80er Jahren ihre Fernsehprägung bekamen, können jetzt als Erwachsene in Erinnerung an ihre gute alte Zeit den anspielungsreichen Film genießen - und ihre eigenen Kinder mitnehmen.

dpa

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