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Horror bis zum Morgengrauen

Film-Marathon auf ZDFNeo Horror bis zum Morgengrauen

Vom Monstermovie bis zu Hollywoodschockern: ZDFneo zeigt die Vielseitigkeit des Horrorgenres. Der Film-Marathon beginnt am Sonnabend um 20.15 Uhr mit "Van Helsing", darauf folgt "Der Knochenjäger", "From Dusk Til Dawn" und andere Gänsehautgaranten.

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 Symbol für das Unbeherrschbare: Der weiße Hai.

Quelle: dpa

Von atemberaubendem Nervenkitzel bis zu wohlig grausigem Schauer: Der Spartenkanal ZDFneo durchschweift von Sonnabend an sechs Sonnabenden von der „Tagesschau“ bis zum Morgengrauen das Genre des Horrorfilms. Die knapp drei Dutzend vorwiegend amerikanischen Exemplare (aus Deutschland stammt nur der moderne Zombiefilm „Rammbock“, 25. Juli, 1.20 Uhr) zeugen von der enormen Bandbreite vom Monstermovie der Nachkriegszeit über die Hollywoodschocker der Siebziger bis in die Psychoterror-Gegenwart voll exzessiver Gewalt. Das Genre zählt seit der Stummfilmära zum festen Repertoire des Kinos.

Die Bilder lernten schließlich gerade laufen, als der ungebremste Industrialisierungswahn erstmals an seine Grenzen stieß. Naturzerstörung, Armut, der Weltkrieg und der Titanic-Untergang sorgten für einen Skeptizismus, der sich vor allem in Kunst und Kultur widerspiegelte. Die erste Verfilmung von Mary Shelleys „Frankenstein“ versetzte dem Fortschrittsglauben schon 1910 einen Dämpfer. Geister, Dämonen, Vampire und bald auch die ungeheuer angesagten Zombies markierten fortan bedrohliche Antipoden der Zivilisation, denen auch Ordnungsstaat und HappyEnd nie ganz beikommen konnten.

Programm

20.15 Uhr:
Van Helsing, USA 2004
22.10 Uhr:
Der Knochenjäger, USA 1999
0.00 Uhr:
From Dusk Till Dawn, USA 1995
1.35 Uhr:
Im Land der Raketenwürmer, USA 1990
03.05 Uhr:
From Dusk Till Dawn
4.40 Uhr:
Tarantula, USA 1955

So sicher zumindest die westliche Gesellschaft nach 1945 geriet, so beherrschbar ihre Mechanismen wirkten, sosehr die Todesgefahr früherer Epochen aus dem Alltag verschwand – stets dräute da etwas Unheimliches im Untergrund wachsender Städte und ihrer Vorstadtidyllen.

Zeitgenössische Ängste vorm Unbeherrschbaren werden durch Arnolds „Tarantula“ (28. Juni, 4.40 Uhr), Hitchcocks „Die Vögel“ (11. Juni, 21.35 Uhr) oder Spielbergs „Weißer Hai“ (18. Juli, 1.15 Uhr) verkörpert und fanden ihren Weg ins Unterbewusstsein, wo das Böse mal im Keller von Halle Berrys Psychiatrie lauert („Gothika“, 1. August, 22.05 Uhr), mal in einem hermetischen Kubus samt sechs unwissentlich Eingeschossener („Cube“, 0.55 Uhr), besonders gern jedoch im Kopf jener, die sich fortan selbst bekämpfen müssen, wie in „The Unborn“ (23.40 Uhr). Und das sind längst noch nicht die krassesten Auswüchse eines Metiers, das mit „The Walking Dead“ gerade eine der erfolgreichsten Serien aller Zeiten fortsetzt.

Überspitzt zu Untoten, Raketenwürmern, Knochenjägern, Katzenmenschen, Triebtätern wie in der ZDFneo-Reihe lassen sich die Abgründe menschlicher Natur vom Sessel aus mit etwas Gänsehaut gemütlich abstrahieren. Am Ende entspringt demnach auch George Clooney als Gewohnheitsverbrecher beim aberwitzigen Splatter-Finale im Titty Twister nur der irren Fantasie von Quentin Tarantino (Vampirfilm „From Dusk Till Dawn“, 27. Juni, 0 Uhr). Nichts als Kino. Oder?

Von Jan Freitag

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