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Busfahrer rührt Claus Kleber zu Tränen

Flüchtlinge in Deutschland Busfahrer rührt Claus Kleber zu Tränen

ZDF-Nachrichten-Mann Claus Kleber hat schon viel erlebt, ihn dürfte nicht mehr so viel aus der Fassung bringen. Aber ein Busfahrer aus Bayern hat es geschafft – einfach, indem er junge Ausländer herzlich willkommen hieß. Kleber kämpfte deshalb vor laufender Kamera mit den Tränen.

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Emotionaler Moment am Mittwochabend im "heute journal": Claus Kleber berichtet von einem Busfahrer, der junge Ausländer in Deutschland willkommen heißt.

Quelle: ZDF/Screenshot

Hannover. Die Sendung ist schon weit vorangeschritten, als Claus Kleber den Zuschauern des "heute journals" im ZDF "eine kleine Geschichte" erzählt. Sie handelt von einem Busfahrer, der in Erlangen (Bayern) arbeitet und durch eine kleine Geste bundesweit bekannt geworden ist. Spätestens am Mittwochabend.

Am Freitag hatte er wie immer an seinem Lenkrad gesessen, als 15 junge Ausländer in seinen Bus einstiegen. Wie "nordbayern.de" berichtet, sei der 42-Jährige daraufhin aufgesprungen und habe über sein Mikrofon gesagt: "I have an important message for all people from the whole world in this bus. I want to say welcome. Welcome to Germany, welcome to my country. Have a nice day." Danach hätten die anderen Fahrgäste geklatscht, sagte der Busfahrer.

Am Mittwochabend zitierte Kleber die Sätze des Busfahrers, ihm war anzusehen, wie sehr ihn die Geste beeindruckt und bewegt – es schien, als würde er mit den Tränen kämpfen. Mitten in der Sendung. Die Aufzeichnung ist über die Mediathek des ZDF abrufbar (etwa ab Minute 21).

Im Netz erhält Kleber Anerkennung dafür. "Danke für die durchschimmernden Emotionen", schrieb eine Twitter-Nutzerin. "Danke für das wunderbare 'Willkommen!'-Zitat'", meinte ein anderer. Vorher war der Busfahrer bereits auf Twitter gefeiert worden.

Warum hat der Busfahrer das getan? Sein Schwager sei vor dem Kosovokrieg geflohen, sein Großvater habe im Zweiten Weltkrieg den rechten Arm verloren, erzählte er "nordbayern.de". Er sei deshalb davon überzeugt, „dass Krieg etwas Schreckliches ist". Wer aus einem Land fliehe, weil dort Krieg herrsche, solle deshalb in Deutschland eine sichere Zuflucht finden. Mit einem "Willkommen" wollte er seinen Teil dazu beitragen.

Am Vormittag reagierte Kleber. Auf Twitter schrieb: "Seltsam. So viel versendet sich. Dann springr einem mal ein Frosch in Hals – whoom macht das Netz Aber nett. Danke!" Danach setzte er noch einen einen zweiten Tweet ab:

Die Antwort gab eine Twitter-Nutzerin mit einer Gegenfrage: "Ist es nicht wichtiger, menschlich zu sein, als professionell zu sein?"

wer

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