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Frauke Petry greift Dunja Hayali an

ZDF-Morgenmagazin Frauke Petry greift Dunja Hayali an

Nach der Posse um die verpassten Interview-Termine im ZDF-Morgenmagazin meldet sich überraschend die AfD-Vorsitzende Frauke Petry zu Wort: Die Politikerin attakiert Dunja Hayali und wirft dem ZDF unprofessionelle Arbeit vor. Das ZDF reagiert - und verteidigt Hayali.

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Frauke Petry erklärt ihren verpassten Termin beim Morgenmagazin und greift Dunja Hayali an.

Quelle: dpa

Hannover. Den ersten Fernsehauftritt am Montagmorgen hat Frauke Petry versäumt, den zweiten abgesagt - ihr Fernbleiben beim ZDF-Morgenmagazin hat für ordentlich Wirbel gesorgt. In einer Pressemitteilung, die dem Handelsblatt vorliegt, versucht die AfD-Vorsitzende jetzt ihr Verhalten zu erklären.

Gleichzeitig kritisiert Petry "Moma"-Moderatorin Dunja Hayali und das ZDF. Der Moderatorin, die gerade erst mit der  "Goldenen Kamera" ausgezeichnet wurde, wirft sie unter anderem Mangel an Neutralität und Professionalität vor. 

Petry: ZDF soll Personalie Hayali überdenken

"Solange vor allem öffentlich-rechtliche Fernsehsender ihren Auftrag, so neutral wie möglich das pluralistische Meinungsbild darzustellen, dadurch missverstehen, indem sie offensichtliche Politaktivisten wie Dunya Hayali ein derartige breites öffentliches Forum bieten, ist mein persönliches Interesse, in diesem Rahmen über die aufstrebende Alternative für Deutschland zu berichten, deutlich reduziert", heißt es in der Pressemitteilung.

Dunja Hayali habe offenkundig Probleme damit, "ihre journalistische Arbeit in einem aus Steuergeldern finanzierten Sender von ihrer politischen Einstellung zu trennen", wirft Petry der Moderatorin vor und verweist darauf, dass die Journalistin die Vereine "Gesicht zeigen" und "Respekt! Kein Platz für Rassismus" unterstützt. Die 41-Jährige sei "zunehmend mehr als politische Aktivistin denn als professionell arbeitende Journalistin" zu betrachten.

Die AfD-Vorsitzende legt dem ZDF daher sogar nahe, die Personalie Hayali zu überdenken: "Es sieht so aus, als würde im Moma dringend frischer Wind gebraucht", heißt es im Schlusssatz der Mitteilung.

ZDF reagiert auf Vorwürfe

Das ZDF reagierte am Donnerstagmittag auf der Facebook-Seite des ZDF-Morgenmagazins auf die Vorwürfe. Thomas Fuhrmann, Redaktionsleiter des ZDF-Morgenmagazins, wirft darin Frauke Petry vor, "von eigenen Versäumnissen" abzulenken. Zudem verteidigt Fuhrmann die von Petry angegriffene Moderation Hayali. Dass Petry diese als "politische Aktivistin" bezeichnet, "ist abwegig" wird Fuhrmann in dem viel kommentierten Post zitiert.

Auslöser der Streits dürfte der Umgang des ZDF's mit der Absage der AfD-Vorsitzenden sein. Nachdem Petry zum Interview am Montag nicht erschienen war, wurde ihr Pressesprecher öffentlich zitiert: Frauke Petry habe "nicht verschlafen, sondern den Termin in ihrem Kalender übersehen".

Als die Politikerin für den nächsten Tag absagte und sich stattdessen vertreten ließ, kommentierte dies das ZDF erneut.

Frauke Petry wirft dem Sender in ihrer Pressemitteilung diesbezüglich eine tendenziöse Berichterstattung vor. Über soziale Medien strebe Dunja Hayali eine "Skandalisierung" des verpassten TV-Auftritts an, schreibt Petry.

Widerspruch zur Hacker-Angriff-Erklärung

Hayali hatte zuvor in einem Facebook-Post erklärt, wie die Kommunikation mit der AfD aus ihrer Sicht gelaufen sei. Diese habe "über SMS und Telefon" stattgefunden – ein Widerspruch zur AfD-Erklärung, nach deren Darstellung ein Hackerangriff die Emailkommunikation lahmgelegt habe.

Nach einer Versöhnung zwischen Frauke Petry und der "Lügenpresse" sieht es erst einmal nicht aus.

mat/zys

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