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10:16 29.03.2016
Im Freiburger Tatort geht es auch um das unter Jugendlichen populäre "Biokiffen" bei dem die Sauerstoffzufuhr unterbrochen wird, um sich so in einen rauschähnlichen Zustand zu versetzen. Quelle: SWR/Ziegler Film
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Es gibt viele Namen für den vermeintlichen Trend, der im Freiburger-Tatort (hier geht´s zur TV-Kritik) für einen kleinen Aufschrei in der Netzgemeinde sorgte: Beim sogenannten "Biokiffen", auch unter den Namen Pass-out-Game oder Choking-Game bekannt, brachten sich Jugendliche in einen rauschähnlichen Zustand - ganz ohne Drogen, deswegen bio, aber mit großem Effekt.

Etwa durch Vorneüberbeugen und hecheln, ein kräftiger Schlag danach auf die Brust sorgt für eine kurzfristige Ohnmacht, mitunter sogar für ein Nah-Toderlebnis - durch Würgen am Hals kann sich der Effekt sogar noch verstärken. Wie gefährlich aber ist "Biokiffen", und wie populär ist es unter Jugendlichen? Fragen und Antworten zum Thema:

Wie gefährlich ist "Biokiffen"?

Mitunter sehr gefährlich. Durch die verminderte Sauerstoffzufuhr kann es zu einer Asphyxie, also zu einem Aufhören des Pulsschlages und zum Atemstillstand kommen. Bleibende Hirnschäden bis hin zum Tod können die Folge sein. Vor allem Jugendliche bringen sich durchs Biokiffen, also ohne die Einahme weiterer berauschender Substanzen, in ungewöhnliche Bewusstseinszustände, die bis zu einem gewissen Maß als berauschendes Erlebnis beschrieben werden.

Ist "Biokiffen" so wie im Freiburger Tatort dargestellt, ein Trend unter Jugendlichen?

Einzelne Fälle gibt es noch. Von einem wirklichen Trend kann aber offenbar nicht mehr die Rede sein, so Prof. Dr. Marcus Krüger gegenüber der FAZ: "Vor zehn Jahren war das ziemlich in. Solche Mutproben kommen immer wieder mal unter Jugendlichen vor. Häufig in Clustern, das heißt, es gibt in der Tat manchmal noch eine Gruppe von Jugendlichen an einer Schule, die so etwas ausprobiert, aber von einem Hype kann man nicht sprechen."

Sind Todesfälle bekannt?

Ja. In den Jahren zwischen 1995 bis 2007 gab es laut des US-amerikanischen "Centers for Disease Control and Prevention" 82 mit dem Spiel in Zusammenhang stehende Todesfalle bei Jugendlichen zwischen sechs und 19 Jahren. Die Angabe stützt sich auf die Auswertung von Medienberichten. In Deutschland soll es ebenfalls mehrere Todesfälle geben, genauso wie im Süden Frankreichs, wo das "Spiel" vor allem Anfang des 20. Jahrhunderts populär war. Auch der Sänger der australischen Rockband INXS, Michael Hutchence, soll bei einem derartigen Würgespiel ums Leben gekommen sein.

Wie reagiert die Netzgemeinde auf das Thema "Biokiffen" im Freiburger Tatort?

Vor allem mit Spott. Viele Twitter-User geben zudem an, von dem vermeintlichen Trend "Biokiffen" noch nie etwas gehört zu haben. "Biokiffen #Tatort ich bin echt alt" schreibt etwa eine Nutzerin namens Madame B. Und ein Nutzer mit dem Namen Kamelschwalbe legt nach: "Strangulieren heißt jetzt "Biokiffen"? Diese Jugendsprache macht mich fertig.

"Manch einer nutzt den Nachrichtendienst aber auch, um auf mögliche Folgeschäden des "Würgespiels" hinzuweisen, wie etwa Nutzer Der Schwatten: "Würgespiel die im Blut verursachte Asphyxie kann bleibende Hirnschäden verursachen.

caro

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