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Handyvideos von Flüchtlingen werden zum Film

WDR- Doku "#Myescape" Handyvideos von Flüchtlingen werden zum Film

Wie erleben Flüchtlinge den gefährlichen Weg nach Europa? Was widerfährt ihnen auf dem Meer, in der Wüste oder auf der Straße? Der Film "#MyEscape" zeigt genau das – anhand von Handyvideos.

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Hambar Al Issa fotografiert sich in Berlin vor dem Fernsehturm. Seine Flucht aus Syrien hat er wie viele andere Flüchtlinge mit dem Handy festgehalten.

Quelle: Britta Pedersen//dpa

Berlin. Die ersten Schritte des Kindes oder eine spielende Katze – Handyvideos machen wir von vielen Dingen. Anhand solcher Clips ist nun ein Dokumentarfilm entstanden. Der Inhalt ist allerdings deutlich brisanter: "#MyEscape" erzählt die Geschichte von Flüchtlingen auf dem Weg nach Europa. Aufgenommen mit ihren Handys. Der WDR zeigt den Film heute um 22.55 Uhr.

Das Handy als Fluchthelfer

"Für die meisten von ihnen ist das Mobiltelefon ein unverzichtbares Mittel zur Organisation ihrer Flucht", erklären die Produzenten Deutsche Welle, WDR und Berlin Producers. "Gleichzeitig transportieren sie damit Erinnerungen an das Zurückgelassene und dokumentieren Fluchtstationen."

Die Aufnahmen bleiben nicht unkommentiert – die Flüchtlinge äußern sich dazu in Interviews. Einer von ihnen ist Hambar Al Issa. Der syrische Mediziner flüchtete von Damaskus. Seine Ankunft in Deutschland hielt er mit Selfies fest – etwa vorm Reichstag oder dem Brandenburger Tor. 

Was bewegte ihn, das Mobiltelefon während der riskanten Flucht zu zücken? "Ich wollte einen Teil dieses Leids filmen", erzählt der junge Mann, der am 24. September in Berlin ankam. "Vielleicht hilft es ja, eine Botschaft an die Menschen in Deutschland zu senden, dass wir auch Menschen sind."

Filmmaterial aus den sozialen Medien

Das Material zu dem 90 Minuten langen Film sammelten die Produzenten in sozialen Medien und fragten in Flüchtlingsunterkünften. Filme auf Basis von Handyvideos sind kein Neuland mehr: Der Kinofilm "Life in a Day" dokumentierte anhand von Youtube-Clips, was weltweit an einem einzigen Tag passierte.

Hambar Al Issa kam über die Balkanroute aus Syrien nach Deutschland. Seinen Beruf als Arzt darf er hier zwar nicht ausüben. Er möchte sich aber weiterqualifizieren, wie er erzählt. Ein Ehepaar hat ihn bei sich aufgenommen. Grund genug für eine Fortsetzung? Das wäre durchaus denkbar, sagt Jutta Krug vom WDR. Vielleicht unter dem Titel "#MyGermany".

Das Filmmaterial dazu könnte Firas Alshater beisteuern. Die Videos vom Syrer, die sein Leben in Deutschland zeigen und die deutsche Kultur erklären, werden auf Youtube von Zehntausenden Fans geklickt.

Von Antonia Lange

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