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Schmidt geht auf Betriebsausflug

Von Sky zum PR-Event Schmidt geht auf Betriebsausflug

„Dirty Harry“ steht wieder auf der Bühne: Allerdings nur noch für zahlungskräftige Geschäftskunden als exklusiv vermarktetes PR-Event, für das interessierte Firmen dem Vernehmen nach einen sechsstelligen Betrag hinblättern müssen.

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So war Harald Schmidt im Mai 2012 bei Sky Atlantic gestartet. Jetzt kann man den Entertainer auch mieten – für einen sechsstelligen Betrag.

Quelle: dpa

Dirty Harry“ ist wieder da: Nachdem Harald Schmidt im März beim Bezahlsender Sky seinen TV-Abschied gefeiert hat, kehrt seine legendäre Show jetzt zurück. Allerdings nicht ins Fernsehen, sondern als exklusiv vermarktetes PR-Event, für das interessierte Firmen dem Vernehmen nach einen sechsstelligen Betrag hinblättern müssen. Vor Kurzem gab der 56-jährige Entertainer in seinem Kölner Studio 449 gegen gutes Geld eine Privatvorstellung für rund 200 Mitarbeiter und geladene Gäste der Kölner Kommunikationsberatung Instinctif Partners. Künftig will genau diese Firma die „Harald Schmidt Show“ auch an andere Unternehmen exklusiv vermitteln, die ersten Anfragen sind nach Auskunft von Thomas Stein, Mitglied der Geschäftsleitung bei Instinctif Partners, bereits eingegangen. „Zwei Firmen, darunter eine Versicherungsgesellschaft, haben schon Interesse signalisiert“, bestätigt Stein auf Anfrage.

Rund eine Stunde lang witzelte Schmidt vor Kurzem für die etwa 200 Zuschauer, die Instinctif Partners nach Köln-Mülheim  geladen hatte, natürlich waren auch Schmidts langjähriger Partner Helmut Zerlett und seine Band mit von der Partie. Der Clou bei diesem ganz speziellen Betriebsausflug: Der Auftritt, den Schmidt und seine Mannschaft ablieferten, sah genauso aus wie eine ganz normale „Harald Schmidt Show“ – mit dem kleinen Unterschied, dass sie auf die Kommunikationsberatungsfirma, die den Spaß bezahlte, zugeschnitten war. So stellte Harald Schmidt die Firmengeschichte des Kölner Unternehmens mit Playmobil-Figuren nach, machte bevorzugt Gags über die PR- und Medienbranche und interviewte auf der Bühne Firmenchef Ulrich Stockheim. Den kennt der geschäftstüchtige Entertainer schon länger, und mit ihm hatte er das neue Geschäftsmodell auf einem gemeinsamen Flug ausgeknobelt – die Herren hatten sich zufällig am Flughafen getroffen.

„Allen Beteiligten hat das Ganze richtig Spaß gemacht, und wir können uns gut vorstellen, dass das auch für andere Unternehmen funktioniert“, beteuert Thomas Stein von „Instinctif Partners“. Was so eine auf den jeweiligen Kunden zugeschnittene „Harald Schmidt Show“ genau kostet, möchte der Manager nicht verraten. Das Honorar soll aber im sechsstelligen Bereich liegen. Die viel diskutierte Frage, wie es mit Harald Schmidt weitergeht, dürfte damit zumindest zum Teil beantwortet sein – seine einst von Publikum und Kritik bewunderte Show ist zu einem Produkt geworden, das derjenige kaufen kann, der über das nötige Kleingeld verfügt. Ironische Seitenhiebe auf sich und seine Firma muss er jedoch einstecken können, denn Schmidt betont, dass er die Show nicht für jeden mache, sondern nur für Kunden, die „intellektuell dieser Unterhaltung gewachsen“ seien. Im März hatte der Schwabe seine letzte „Harald Schmidt Show“ beim Bezahlsender Sky abgeliefert. Dort hatte er nur noch enttäuschende Einschaltquoten eingefahren, für Sky erwies sich die Verpflichtung des Spaßmachers als teuer erkaufter Imagegewinn.

Gestartet war die „Harald Schmidt Show“ 1995 bei SAT.1, von 2004 bis 2011 witzelte Schmidt dann zu später Stunde im Ersten, davon eine kurze Zeit gemeinsam mit Brachialkomiker Oliver Pocher. 2011 kehrte Schmidt zu SAT.1 zurück und musste ein unerwartetes Quotendesaster erleben: Durchschnittlich nur noch 660 000 Zuschauer wollten die Sendung sehen. Kein Wunder, dass SAT.1 die Zusammenarbeit schon nach etwas mehr als einem halben Jahr wieder beendete, sodass Harald Schmidt schließlich bei Sky landete, wo man ihm aber auch nach knapp eineinhalb Jahren den Stuhl vor die Tür setzte.

Von Martin Weber

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