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„Die Sendungen sind sehr schlecht geworden“

Dieter Thomas Heck im Interview „Die Sendungen sind sehr schlecht geworden“

Mit einem Klinikaufenthalt hat der Entertainer zuletzt Schlagzeilen gemacht. Doch es gehe ihm blendend, versichert der 75-jährige Dieter Thomas Heck im Interview.

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„Das, was ich mal gemacht habe, das gibt es nicht mehr“: Showmaster Dieter Thomas Heck.

Quelle: dpa

Niedernhausen . Das Showprogramm im Fernsehen findet er mies, auch der Verlauf der Koalitionsverhandlungen gefällt ihm nicht. Moderator und Entertainer Dieter Thomas Heck (75) lebt zwar in Spanien und genießt dort seinen Ruhestand. Doch die Geschehnisse in seinem Heimatland verfolgt er genau, sagt Heck im Interview der dpa.

Sie sind ja anscheinend bei bester Gesundheit. Geht es Ihnen wieder gut nach Ihrem Krankenhausaufenthalt?

Es geht mir blendend. Ich war im Krankenhaus zum Durchchecken, weil ich schwer Luft kriegte. Das kann passieren, wenn Du über Jahrzehnte geraucht hast. Das tue ich jetzt seit neun Jahren nicht mehr. Aber ich habe schon verdammt viel geraucht. Am Schluss war ich auf 80 pro Tag. Jetzt muss ich Atemübungen machen, damit es nicht schlimmer wird.

Sie sind im Ruhestand. Aber Sie schauen ja sicher trotzdem fern. Was halten Sie vom heutigen Programm?

Ich liebe zum Beispiel den Richter Hold. Das ist ein ungeheuer sympathischer Mann, den ich sehr gut kenne. In seinen Plädoyers hat er immer so tolle Ratschläge und Hinweise. Da merkt man, der macht das, was er macht, gern und mit vollem Einsatz und nicht nur, weil er Geld dafür bekommt. Und dann guck' ich gern sämtliche Krimis. Und dann stell ich immer fest, sind die Sendungen in der Zwischenzeit eigentlich sehr schlecht geworden. Das, was ich mal gemacht habe, das gibt es nicht mehr.

Aber es gibt doch noch große Unterhaltungsshows, „Wetten, dass..?“ zum Beispiel.

Ja, da ist Markus Lanz, den ich sehr schätze. Doch ich frage mich, warum muss der mit dem Hintern Nüsse knacken? Um ein Beispiel zu sagen. Das ist doch völlig bescheuert.

Es fehlt also das Niveau?

Das haben Sie gesagt.

 Das würden Sie nicht sagen?

Doch, natürlich sag' ich das auch. Das war mal eine so erfolgreiche Sendung. Der Höhepunkt war, als mein Freund Elstner das gemacht hat.

 Sie schauen aber ja nicht nur fern, sondern haben zum Beispiel auch fünf Hunde, mit denen Sie sich viel beschäftigen.

Ja. Einer heißt Joris, weil mein damaliger Orchesterchef Joris Bartsch Buhle bei uns war, als wir den Hund gefunden haben. Der Hund lag eines Morgens auf unserer Türschwelle, halb tot, denn er war von seinen Vorbesitzern schwer misshandelt worden.

 Sie setzen sich auch für andere heimatlose Tiere ein. Im Internet gibt es ein Video, in dem Sie sich gegen den Kauf von Hunden im Tierhandel aussprechen.

Ja. Denn was da an Hunden hingeschleppt wird - die sind ja oft aus irgendwelchen obskuren Zuchtanstalten. Ich sage immer, Leute, geht doch besser ins Tierheim. Da gibt es so viele junge Hunde, liebe Hunde, kleine und große. Dieses Tier ist dann so glücklich, wenn es endlich ein Zuhause hat.

 Ganz anderes Thema: Was halten Sie als CDU-Anhänger von den laufenden Koalitionsverhandlungen in Berlin?

Also wenn ich in der Politik wäre, würde ich sagen: „Lieber Herr Kollege Gabriel, ausgesprochen sympathisch sind Sie, aber haben Sie sich mal die Wahlergebnisse angeguckt, da sind Sie weit entfernt von uns, nun fangen Sie doch bitte nicht an, zu diktieren, was wir zu machen haben und was wir nicht zu machen haben. Wir setzen uns gerne zusammen und ich möchte gerne mit Ihnen gemeinsam eine Regierung bilden, aber doch nicht mit diesen Drohgebärden, die Sie da anstellen.“
 Also Frau Merkel sollte mal...

...auf den Tisch hauen, genau. Und sagen: „Kinder, so geht das nicht!“

Interview: Isabell Scheuplein

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