Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -8 ° wolkig

Navigation:
"Mit Pflanzen und Steinen reden"

Walter Freiwald im Interview "Mit Pflanzen und Steinen reden"

Walter Freiwald würde gern wieder einen richtigen Job haben – erst einmal will er aber wieder zurück ins Dschungelcamp. Ab Freitag kämpft er gegen 26 Prominente um den Einzug. Über seine Abenteuer mit Kakerlaken und Käfern schreibt er gerade auch ein Buch.

Voriger Artikel
Keine Rose: Kevin muss allein nach Haus'
Nächster Artikel
Große Langeweile im Sommer-Dschungelcamp

Er sieht sich als Entertainer und hätte gerne eine Show im Radio. Erst einmal muss Walter Freiwald aber ins Sommer-Dschungelcamp.

Quelle: dpa

Hannover. Herr Freiwald, Sie nehmen am Sommerspecial der Show „Ich bin ein Star“ teil, dessen Sieger ins Dschungelcamp 2016 einziehen darf. Haben Sie denn vom letzten Mal nicht die Nase voll?

Nein, diese Lebenserfahrung, die ich in Australien gemacht habe, möchte ich nicht missen. Es hat mir sehr gutgetan, einfach mal abzuschalten und aus der modernen Welt auszusteigen. Wenn Sie erst mal anfangen, mit Pflanzen und Steinen zu reden, und vergessen, dass es Internet, Telefon und Kalender gibt, ist das ein ganz neues Lebensgefühl. Ich kam mir vor wie Robinson Crusoe. Irgendwann habe ich mir sogar gedacht, ich könnte noch gut und gerne drei Wochen dort bleiben.

Im Fernsehen kamen Sie teilweise als wehleidiger Wüterich rüber. Waren Sie im Nachhinein schockiert über Ihr Dschungelimage?

Ja, das hat mich ein bisschen geschockt. Es war ja genug Filmmaterial da, man hätte mich locker auch als Guten verkaufen können. Aber der Böse hat wohl mehr gezogen.

In Teilen der Medien wurden Sie ziemlich hart angegangen. Haben Sie durch diese Erfahrung einen anderen Blick auf die Medien gewonnen?

Manchmal steht man schon da und fragt sich, wieso Lügen verbreitet werden. Zum Beispiel gab es die falsche Behauptung, dass ich mich gar nicht beworben hätte für das Amt als Bundespräsident, was ich aber durchaus getan habe. Ich kann mich leider nicht dagegen wehren, denn ich kann ja unmöglich Dutzende Anwälte ins Feld schicken.

Sind Ihnen die Menschen auf der Straße nach dem Dschungelcamp anders begegnet?

Nein, überhaupt nicht. Ich habe bis heute nicht einen einzigen Menschen auf der Straße oder im Supermarkt getroffen, der mich angespuckt oder beschimpft hätte. Im Gegenteil. Mein Image ist durch das Dschungelcamp noch mal richtig nach vorne gerauscht.

Inwiefern?

Die Leute lieben mich. Sie sprechen mich überall an, wollen Selfies machen oder Autogrammkarten haben, wollen mich anfassen – solche Sachen. Interessant ist, dass es sehr viele junge Leute ab 16 sind. Vielleicht bin ich so eine Art Idol für die geworden, weil ich sie gut unterhalten habe. 

Sie hatten damals vor laufender Kamera um Jobs gebeten. Nun heißt es, Sie hätten viele Jobangbote bekommen, aber alle abgelehnt. Ist das wahr?

Nein, das stimmt nicht. Ich habe über meine Homepage 485 Jobangebote bekommen, von diesen waren 95 Prozent Mist, und eine Menge Leute wollten mit meiner Bekanntheit Eigenpromotion machen. Ich sollte eine Erotikmesse moderieren, aber das ist nicht mein Geschmack, genauso wenig wie Ballermann. Was davon übrig bleibt, das können Sie an zwei Händen abzählen, und diese Jobs habe ich auch angenommen und schon gemacht.

Was denn zum Beispiel?

Autogrammstunden geben oder ein Sommerfest moderieren, solche Sachen. Was mir fehlt, ist ein kontinuierlicher Job. Ich fände es beruhigend, wenn ich morgens aufstehen und zur Arbeit gehen könnte. Ich hätte gern im Radio einen Job, aber ich habe schon vor dem Dschungelcamp 99 Radios angeschrieben, davon haben 50 geantwortet, und ich bin denen anscheinend einfach zu alt.

Jetzt schreiben Sie dem Vernehmen nach an einem Buch …

Es geht in Richtung Autobiografie: Ich erzähle, was hinter den Kulissen passiert ist, und sage das, was ich rechtlich sagen darf. Leider habe ich noch keinen Verlag gefunden, das ist das Dumme.

Interview: Cornelia Wystrichowski

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Fernsehen
HAZ-Volontäre gewinnen Medienpreis der Architektenkammer

Mit ihrer multimedialen Berichterstattung über die Wasserstadt Limmer haben die Volontäre der HAZ beim Medienpreis der Bundesarchitektenkammer den ersten Platz belegt.

Datenschutz im Netz: Diese Begriffe sollten Sie kennen