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Fernsehen Gerhard Delling: „Ich gehe ja nicht in Rente“
Nachrichten Medien Fernsehen Gerhard Delling: „Ich gehe ja nicht in Rente“
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18:00 18.01.2019
Bleibt am Ball: Gerhard Delling hört im Mai nach 39 Jahren in der ARD auf – hat aber viele Pläne für die Zukunft. Ein Buch schreiben gehört auch dazu. Quelle: WDR/Herby Sachs
Hannover

An diesem Samstag startet Gerhard Dellings letzte Rückrunde bei der „Sportschau“ in der ARD. Nach seinem Abiter studierte er VWL in Kiel und arbeitete als freier Mitarbeiter beim NDR, schon ab 1987 kam er als Reporter zur „Sportschau“. In den Fokus der Öffentlichkeit rückte er durch Analysen von Fußballländerspielen gemeinsam mit Ex-Fußballprofi Günter Netzer. Die beiden moderierten zwölf Jahre lang gemeinsam. Jetzt spricht er über seine Pläne nach der „Sportschau.

Herr Delling, Sie haben im Oktober nach fast 40 Jahren Ihren Rückzug aus der ARD bekannt gegeben. Nun startet am Sonnabend ihre letzte Rückrunde bei der „Sportschau“. Sind Sie schon wehmütig?

Präsent ist der Abschied auf jeden Fall, weil es ja eine bewusste Entscheidung gewesen ist. Und das wird zum Ende hin sicherlich nochmal schwer, so nach 39 Jahren ARD. Aber ich habe noch so viel Neugier in mir, da wird sich ganz viel Neues entwickeln.

Planen Sie eine große Abschiedsparty?

Es gibt eine ganz klare Planung: Nichts dergleichen wird passieren. Es gibt gar keinen Grund dafür. Ich habe ja nur einen Beruf ausgeübt, da gibt’s nichts zu feiern. Ich hab das alles mit Überzeugung gemacht, auch den Abschied.

Das heißt, es wird noch nicht einmal einen kleinen Ausstand geben?

Vielleicht im kleinen Rahmen. Aber mit den engsten Leuten werde ich ja auch weiterhin Kontakt haben. Ich gehe ja noch nicht mal in Rente. Es wird nichts beendet, es wird eher etwas fortgesetzt.

Sie haben angekündigt, ein Buch schreiben zu wollen. Warum?

Da schreibe ich schon länger dran. Es ist allerdings weniger wichtig, dass das ein Öffentlichkeitserfolg wird. Die Geschichte liegt mir am Herzen. Jetzt kann ich die Schlagzahl endlich etwas erhöhen.

Worum geht es?

Es ist ein bisschen fiktional, ein bisschen wahr. Es geht unter anderem um die Geschichte einer Frau, die Ende des Zweiten Weltkrieges als Unternehmerin tätig gewesen ist.

Gibt es jemanden, der das Buch vorab lesen darf?

Es wird sicherlich Menschen geben, denen ich das vorher gebe, aber ich kenne das Urteil schon.

Wie meinen Sie das?

Ich möchte das Buch schreiben, wie ich es möchte. Ich habe eine relativ eigene Schreibe, die ist nicht jedermanns Sache. Ich mache zum Beispiel unbewusst wahnsinnig lange Sätze.

Das heißt, Sie rechnen schon vorab mit schlechten Kritiken?

Ich weiß nicht, ob sich mit meinem Buch überhaupt jemand auseinandersetzen wird. Da müssen schon spezielle Vorlieben vorherrschen. Ich mache das in erster Linie für mich, weil es mir Spaß macht.

Das Jahr ist auch in anderer Hinsicht für Sie besonders. Sie werden im April 60 Jahre alt. Was denken Sie über das Alter?

Angst macht mir die Zahl nicht, weil das ja eine latente Entwicklung ist, auf die ich zusteuere. Aber beruhigen tut es mich auch nicht. Auch da gibt es keinen Grund, etwas ganz Großes daraus zu machen.

Was geht mit fast 60 nicht mehr, was früher ging?

Was mich wirklich hart trifft, ist, dass ich nach über 50 Jahren nicht mehr richtig Fußball spielen kann. Das macht mein Fußgelenk nicht mehr mit. Ich hab jetzt wieder angefangen mit dem Training, aber nur ganz sanft.

Vor vier Jahren gaben Sie die Trennung von Ihrer Ehefrau bekannt. Stimmt es, dass es eine neue Liebe in Ihrem Leben gibt?

Es gibt im Augenblick zumindest nichts dazu zu veröffentlichen. Aber ich bin glücklich.

Von Lena Obschinsky/RND

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