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Jürgen von der Lippe über die Rückkehr ins TV

„Dinos sind ausgestorben, ich lebe noch“ Jürgen von der Lippe über die Rückkehr ins TV

Er schaut mal wieder im Fernsehen vorbei: Der Schauspieler und Komiker Jürgen von der Lippe präsentiert ab Mittwochabend auf Sat.1 (21.15 Uhr) die neue Show "Tiere wie wir". Wir sprachen mit ihm über seine Rückkehr auf den Bildschirm – und seine Angst vor der Rente.

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Bei Jürgen von der Lippe geht es jetzt um Hunde, Schlangen und Insekten.

Quelle: Sat.1/Martin Rottenkolber

Herr von der Lippe, in den vergangenen Jahren haben Sie sich vergleichsweise rar gemacht auf dem Bildschirm, haben Lesungen und Bühnenshows vorgezogen. Was zieht Sie jetzt ins Fernsehen zurück?
Ich habe immer Wert auf die Feststellung gelegt, dass mein Beruf die Bühne ist, Fernsehen war und ist eine Nebentätigkeit. Es gab immer Angebote, die aber nicht nach meinem Geschmack waren. „Tiere wie wir“ hat mir auf Anhieb gefallen und sehr viel Spaß gemacht.

In der neuen Comedysendung geht es um kuriose Parallelen zwischen Menschen und Hunden, Schlangen oder Insekten. In welchem Tier können Sie sich denn wiedererkennen – und warum?
Wiedererkennen ist nicht das richtige Wort, aber bei manchen Tieren empfinde ich so etwas wie Neid.

Inwiefern?
Als die beiden Ziegen, die in der Sendung auftreten sollten, zum ersten Mal das Studio betraten, haben sich beide zeitgleich so nachdrücklich und komplett entleert, dass ich mir dachte: Eigentlich hübsch, wenn man so unmissverständlich dokumentieren kann, dass man sich nicht wohlfühlt.

Haben oder hatten Sie eigentlich ein Haustier?
Einen Wellensittich und er hieß – halten Sie sich fest – Hansi.

Welches war Ihr schlimmstes Tier-Erlebnis?
Beim Ponyreiten hat mich das Tier abgeworfen, in einen Brennnesselbusch.

Haben Sie denn auch einen guten Tierwitz auf Lager?
Einen? Sie scherzen wohl. Ich deute die Frage aber so, dass Sie ein Beispiel wollen: Eine Giraffe redet auf einen Hasen ein. „Du kannst dir nicht vorstellen, wie schön so ein langer Hals ist, jedes leckere Blatt schmeckt man minutenlang, oder im Sommer, wenn es heiß ist, und wenn dann das kalte Wasser den ganzen Weg von oben bis in den Magen läuft, das ist so toll.“ Hase: „Aha. Schon mal gekotzt?“

Sie sind bekannt dafür, dass Ihr Humor etwas deftiger ist. Haben Sie freie Bahn in der neuen Sendung, oder hat Sat.1 als selbst erklärter Familiensender Sie gebeten, sich etwas zurückzuhalten?
Wenn der Sender das so sähe wie Sie und etwas dagegen hätte, wäre mir die Show wohl kaum angeboten worden.

Zu Ihren Markenzeichen zählen seit eh und je die kunterbunten Hawaiihemden. Lassen Sie sich für die Sendung ein paar thematisch passende frische Exemplare mit Tiermotiven schneidern?
Ich trage grundsätzlich frische Hemden, und Hawaiihemden kann man mittlerweile auch hierzulande kaufen.

Sie haben sich zuletzt im Fernsehen auf kleinere Formate wie zum Beispiel „Was liest du?“ verlegt. Würde Sie eine klassische große Samstagabendshow noch einmal reizen?
Nein.

Sie sind jetzt 67 und werden in der Presse bisweilen als Fernseh-Dino tituliert. Wann gehen Sie in TV-Rente?
Dinos sind ausgestorben, ich lebe noch, mache über 100 Shows im Jahr, schreibe an den Büchern 14 bis 16 und werde bis zum Herbst vier TV-Formate produziert haben. Und ich freue mich darauf, 2018 wieder Theater zu spielen. Leute wie ich fiebern keinem Pensionsalter entgegen, wir brauchen das Publikum und die Bühne, solange es irgend geht.

Interview: Cornelia Wystrichowski

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