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Neue Show-Ideen zünden nicht

Auch Pilawas Quoten schwach Neue Show-Ideen zünden nicht

 Auch Jörg Pilawa hat es nun zu spüren bekommen: Das deutsche Fernsehpublikum findet neue Shows nicht gut - zumindest die Formate, die es als Innovationen vorgesetzt bekommt.

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Selbst Jörg Pilawa, einer der beliebtesten Moderatoren Deutschlands, konnte mit seiner neuen Show nicht so viele Zuschauer locken wie erhofft.

Quelle: dpa

Berlin. Die neuen Showideen der deutschen Fernsehsender treffen ganz offenbar nicht den Geschmack der Zuschauer. Nach vielen bereits gescheiterten Anläufen mit neuen Formaten musste auch ARD-Aushängeschild Jörg Pilawa am Samstagabend erkennen, dass das Thema seiner neuen Sendung mit dem Titel „Sing wie Dein Star“ nicht besonders attraktiv ist. Lediglich 2,43 Millionen Zuschauer schalteten am Samstagabend um 20.15 Uhr die Premiere ein - Der Marktanteil betrug 9,5 Prozent und lag damit unter dem Schnitt des „Ersten“ (knapp 13 Prozent). 

In der Show „Sing wie Dein Star“ mussten deutschsprachige Prominente wie Schlagersängerin Michelle, Schauspielerin Janina Hartwig, Moderatorin Inka Bause, Komiker und „heute-show“-Reporter Lutz van der Horst, Gewichtheber Matthias Steiner, Schauspieler Francis Fulton-Smith bekannte Musiker imitieren. Die Formatidee mit dem Titel „Your Face Sounds Familiar“ stammt aus Spanien und lief nach ARD-Angaben schon in mehr als 30 Ländern.  

Gleichzeitig fiel die RTL-Show „Rising Star“, in der das Publikum per Smartphone-App über das Wohl und Wehe der Castingkandidaten abstimmt, auf einen neuen Tiefstand: Nur noch 1,11 Millionen Zuschauer (4,1 Prozent) schalteten die sechste Ausgabe der Reihe ein. Die Sieger des Abends waren alt eingesessene Platzhirsche: Die ZDF-Show „Willkommen bei Carmen Nebel“, die 4,14 Millionen Menschen (15,6 Prozent) einschalteten, und das knapp fünf Stunden lange ProSieben-Spektakel „Schlag den Raab“ (2,75 Millionen/12,8 Prozent) - Raab setzte sich in 14 Spielen gegen die 28-jährige Liane Weber aus München durch - der Jackpot liegt jetzt bei 2,5 Millionen Euro. 

Seit Jahresbeginn sind bereits einige Shows auf die Nase gefallen: Hart traf es die beiden ProSieben-Formate „Millionärswahl“ und „Keep Your Light Shining“ - die Zuschauer liefen in Scharen davon. Pilawa hatte im ARD-Programm zuletzt auch mit seinem Dreiteiler „Quizonkel.TV“ nicht besonders viel Glück. „Die große Überraschungsshow“ mit Michelle Hunziker und „Die große Grillshow“ im ZDF kamen nicht an. Unter einem schlechten Stern stand Johannes B. Kerners Zweiteiler „Deutschlands Beste“ - allerdings nicht wegen der Quoten, sondern wegen manipulierter Rankinglisten. 

Aber auch alte Traditionsshows musste zuletzt Federn lassen: Der ZDF-Klassiker „Wetten, dass..?“, vor wenigen Jahren noch zuverlässig mit mehr als zehn Millionen Zuschauern pro Folge, stürzte ab und wird eingestellt. Der RTL-Castingklassiker „Deutschland sucht den Superstar“, der im Winter in die 12. Staffel geht, lässt das Publikum weitgehend kalt - vermutlich auch nicht zuletzt deswegen, weil viele Shows rund ums Thema Musikcasting auf dem Markt inzwischen ihr Glück versuchen. Unter dem Strich dürfen sich Fußball und Fiction als Sieger bezeichnen: Die WM lief wie geschmiert, der „Tatort“ hat schwindelnde Höhen erreicht, auch der ZDF-Film am Montag läuft sehr gut. 

Im übrigen ignoriert auch das von allen erhoffte junge Publikum neue Shows: „Rising Star“ auf RTL kam am Samstag bei den 14- bis 49-jährigen Zuschauern, in der Branche als „werberelevant“ bezeichnet, auf schlechte 5,9 Prozent, „Sing wie Dein Star“ auf 5,3 Prozent, Carmen Nebel auf 3,6 Prozent. Nur Stefan Raab mit seinen irrwitzigen Spielen bis weit nach Mitternacht darf mit seinen 22,9 Prozent glücklich sein. 

dpa

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