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"Provozierender und explosiver"

Lena Gercke über ihre TV-Show "Provozierender und explosiver"

Schon als Kind hat sie anderen Menschen Streiche gespielt. Aber: "Mit den fiesen Streichen in unserer Show kann das definitiv nicht mithalten", sagt Lena Gercke über ihre neue Fernsehsendung "Prankenstein". Die Show läuft am Samstagabend auf ProSieben. Ein Interview.

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Lena Gercke probiert die Streiche zunächst am eigenen Leib aus, ehe sie sich ihre Opfer sucht.

Quelle: Pro7/Stefan Hobmaier

Frau Gehrke, Ihr Format gibt es eigentlich doch schon – nur unter dem Namen "Verstehen Sie Spaß?". Was ist bei "Prankenstein" anders?
Wir zeigen den kompletten Prozess, von vorne bis hinten. Wir beginnen mit der Ideenentwicklung, testen und probieren aus. Schließlich kommt es zum eigentlichen Prank, bei dem alles sitzen muss. Oftmals ist bei uns die Testphase genauso lustig wie der Streich, weil immer irgendwas schiefgeht.

Gibt es einen Unterschied zwischen Prank und Streich? Oder klingt der englische Begriff einfach nur cooler?
Im Prinzip geht es um dasselbe, aber unsere Pranks sind schon provozierender und explosiver als ein normaler Streich.

Zur Person

Lena Gercke gewann 2006 die erste Staffel von "Germany’s Next Topmodel". Seitdem ziert die heute 27-Jährige Cover von "Cosmopolitan" bis "GQ". Ihr Moderationsdebüt gab sie bei dem österreichischen "Topmodel"-Pendant. Danach folgte "Das Supertalent". Künftig wird sie "The Voice of Germany" moderieren. Die erste eigene Abendshow "Prankenstein" feiert am Sonnabend um 20.15 Uhr bei Pro7 Premiere.

Sie selbst setzen sich Stromschlägen aus, experimentieren mit Schießpulver, lassen sich hypnotisieren oder zwängen sich in eine Lederkluft. Das klingt ein bisschen nach "Jackass" ...
Wir ahmen keine anderen Sendungen nach. Ich glaube, wir haben eine gute Mischung zwischen sehr provozierenden und einfach nur super lustigen Streichen.

Wo würden Sie die Grenze ziehen, was würden Sie sich und anderen nicht zumuten?
Ich finde, man darf sehr kreativ sein, sollte es aber nicht übertreiben. Was wir definitiv nicht tun, ist, Leute vorzuführen. Und mit Todesangst sollte man definitiv auch keine Späße machen.

Welche Rolle spielt der technische Tüftleraspekt – diese Frage: "Was passiert, wenn …"?
Wir haben Eric, der für uns die verschiedensten Teile zusammenbaut oder komplett auseinandernimmt. Er ist unser Experte für Spezialeffekte. Bei manchen Streichen brauchen wir einfach viel handwerkliche Unterstützung oder auch mal jemanden, der in der Lage ist, eine kleine Explosion für uns vorzubereiten.

Haben Sie als Kind viele Streiche gespielt?
Ich war die Art von Kind, die immer die Sachen von anderen versteckt hat, um zu sehen, wie sehr der andere ausflippt. Wir haben mit meinem Vater sehr oft unsere Freunde und Verwandte reingelegt. Aber das waren natürlich alles eher harmlose Sachen, wie Schlüssel verschwinden lassen. Mit den fiesen Streichen in unserer Show kann das definitiv nicht mithalten.

Wurden Sie selbst schon mal an der Nase herumgeführt?
Ich wurde schon sehr oft überrascht, zum Beispiel von Familie und Freunden, die den weiten Weg ins Ausland auf sich genommen haben, um mir zum Geburtstag zu gratulieren, aber richtig reingelegt wurde ich bis jetzt noch nicht. Mal schauen, wie lange das noch gut geht …

In der ersten Folge führen Sie Ihre Namensvetterin Lena Meyer-Landrut aufs Glatteis. Wie?
Lenas Prank musste sehr genau durchgeplant werden, weil natürlich alles für die Katz gewesen wäre, wenn sie mich im Vorhinein schon gesehen hätte. Also musste ich mich verkleiden, mit Perücke, Brille und Co. saß ich auf einem Boot versteckt, als sie zu einem vermeintlichen Interview mit unserem Lockvogel Jan auf einem See in Köln eingeladen wurde. Was auf dem See passiert, das müssen unsere Zuschauer am Sonnabend selbst sehen.

Appellieren Formate wie "Prankenstein" nicht an die niederen Instinkte des Menschen, wollen Sie Frankensteins Monster wach kitzeln?
Jeder Mensch ist doch auf eine gewisse Art und Weise schadenfroh. Aber wir führen niemanden vor, und niemand ist hinterher beleidigt. Aber natürlich gehört zu dieser Sendung eine gute Menge Selbstironie

Hilft Ihnen Ihre Erfahrung von „Germany‘s Next Topmodel“ bei dieser Show? In beiden Formaten werden Menschen ja an ihre Grenzen geführt …
Ich glaube nicht, dass man sich auf diese Show vorbereiten kann. Was bei uns passiert, ist nicht vorhersehbar. Bei uns ist auf jeden Fall nichts gestellt oder gescriptet. 

Wem würden Sie gerne mal einen Streich spielen?
Es wäre sehr amüsant, mal einen Politiker zu pranken. Ob man das allerdings schafft, ist eine andere Frage, da diese ja doch immer sehr abgeschirmt werden.

Interview: Nina May

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