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Fernsehen „So, das war’s“
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17:22 25.09.2014
In seiner letzten Sendung an diesem Donnerstag (22.45 Uhr) widmet sich TV-Moderator Reinhold Beckmann der Debatte um Flüchtlinge aus Kriegs- und Krisenregionen. Quelle: dpa
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Frankfurt

Schluss nach mehr als 15 Jahren und 2000 Gästen: Reinhold Beckmann hat am Donnerstag zum letzten Mal seine  ARD-Talkshow moderiert. Unter dem Thema „Menschen auf der Flucht - letzte Rettung Europa?“ diskutierte er mit seinen Gästen über die dramatische Flüchtlingssituation in Krisengebieten. Die letzte Ausgabe zeichnete er am Nachmittag in Hamburg auf. Die Ausstrahlung stand für den Abend um 22.45 Uhr auf dem Programm, gefolgt von einem zweistündigen Highlight-Zusammenschnitt (0.20 Uhr). 624 Mal präsentierte der 58-Jährige im Ersten“ seine „Beckmann“-Show. Im nächsten Jahr will er eine Reportagereihe am Montagabend starten. 

Sein Abschied fiel routiniert und unspektakulär aus. Zwar habe ihn „auf den letzten Metern“ doch noch ein bisschen Wehmut beschlichen, hatte der in Hamburg lebende Moderator und Journalist vor der letzten Aufzeichnung gesagt. Doch anmerken ließ er sich kaum etwas: Bis zur letzten Minute sprach er mit seinen fünf Gästen, darunter Baden-Württembergs Innenminister Reinhold Gall (SPD) und Heribert Prantl von der „Süddeutschen Zeitung“, über die Flüchtlingsproblematik. 

Erst zum Ende dann ein paar Worte in eigener Sache: „So, verehrte Zuschauer, das war’s“, sagte Beckmann. „Zugegeben, kein leichter Moment“, meinte er. Es sei eine wunderschöne Zeit gewesen und er habe eine Menge dazugelernt. „Ich werde sie in Erinnerung behalten, die intensiven Gespräche, die hier stattgefunden haben, auch die bewegenden Augenblicke, die leisen - und manchmal auch lauten - Wahrheiten, die ausgesprochen werden mussten, und manchmal auch die etwas späten Einsichten, auch bei mir selbst.“ Prompt vergaß Beckmann zunächst den letzten Hinweis auf das folgende „Best of“, holte dies aber noch schnell nach. 

Im Mai 2013 hatte der Moderator öffentlich gemacht, er werde sich von seinem Talk verabschieden. Nach dem Sendeplatzwechsel im Jahr 2011 hatte das Format nach Quoten betrachtet zur Talfahrt angesetzt und bildete das Schlusslicht im Vergleich der ARD-Talks. In diesem Jahr wurden seine Sendungen im Schnitt von 920 000 Zuschauern pro Ausgabe gesehen, wie die ARD-Medienforschung errechnete. Der Marktanteil lag bei 7,1 Prozent, der ARD-Schnitt liegt bei knapp 13 Prozent. Nach seinem Abschied wird die ARD nur noch an vier Abenden von Sonntag bis Mittwoch Talkshows im Programm haben.

dpa

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