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16:01 15.01.2016
Marcel Reif als Sky-Kommentator (Archivbild vom 06.04.2013). Quelle: Arne Dedert/dpa
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München

Die Süddeutsche Zeitung nennt ihn Deutschlands profiliertesten Fußball-Kommentator. Er ist aber auch einer der umstrittensten: Auf Facebook gefällt mehr als 57.000 Menschen eine Seite mit dem Namen "Marcel- Reif – Kommentarverbot". Und sie werden sich jetzt wahrscheinlich freuen.

Sky: Freundschaftliche Trennung

Mitte des Jahres hört Reif als Fußball-Kommentator bei Sky auf. Er werde seinen Vertrag beim Pay-TV-Sender Sky nicht verlängern, sagte der 66-Jährige am Freitag der Süddeutschen Zeitung. Das bestätigte Sky auf Nachfrage. Beide Seiten hätten sich vor Weihnachten zusammengesetzt und die Entscheidung "freundschaftlich" und "in beiderseitigem Einvernehmen" getroffen, sagte Sky-Sprecher Ralph Fürther.

Bis dahin wird Reif aber noch einige wichtige Spiele kommentieren, zum Beispiel den Auftakt der Rückrunde in der Fußball-Bundesliga (Hamburger SV gegen Bayern München) und auch das Finale der Champions League. Zum Abschluss der 17 Jahre bei Sky solle die Vergabe der wichtigsten Trophäe im Vereinssport von Reif kommentiert werden, sagte Sky-Sprecher Fürther. Darauf habe sich der Sender bereits festgelegt.

Reif: Zeit für neue Herausforderungen

Reif war 1999 von RTL zu Sky gewechselt. Nach Angaben der SZ hat er seitdem drei Weltmeisterschaften, zahlreiche Champions-League-Endspiele und mehr als 500 Bundesliga-Spiele kommentiert. "Nach 17 Jahren läuft mein Vertrag aus und es ist an der Zeit, sich neuen Herausforderungen und Projekten zu widmen", sagte Reif der SZ. "Wir gehen mit gegenseitigem Dank und mit Wertschätzung auseinander."

Er freue sich auf die Bundesliga-Rückrunde und das Champions-League-Finale Ende Mai in Mailand. "Für die Zeit danach prüfe ich in Ruhe einige Angebote", sagte Reif. "Die Rolle als Patriarch, ich habe drei Söhne und zwei Enkel, wird mich jedenfalls so schnell noch nicht ausfüllen."

Legendär ist die Moderation von Reif und Günther Jauch 1998 zum "Torfall von Madrid". Damals war im Champions-League-Spiel zwischen Real Madrid und Borussia Dortmund ein Tor zusammengebrochen. Sein Spruch "Noch nie hätte ein Tor einem Spiel so gut getan wie heute" erreichte Kultstatus. Reif und Jauch wurden daraufhin mit dem Bayerischen Fernsehpreis ausgezeichnet.

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