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Markus Lanz ist bei „Wetten, dass..?“ stets bemüht
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Zweite Ausgabe der ZDF-Show Markus Lanz ist bei „Wetten, dass..?“ stets bemüht

Das war also der zweite Auftritt von Markus Lanz als „Wetten, dass..?“-Zampano. Nach furiosem Auftakt gerät die Sendung in deutlich ruhigere Bahnen, was ihr gut tut. Lanz überzieht 25 Minuten. Und Cindy aus Marzahn wird ihm weiter assistieren.

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Atze Schröder hat Markus Lanz bei „Wetten, dass..?“ assistiert.

Quelle: dpa

Bremen/Berlin. Erst einmal darf ein anderer ran. Robbie Williams macht die Eröffnung der zweiten „Wetten, dass...“-Folge mit Markus Lanz. „Let Me Entertain you“ stimmt er an, dann präsentiert er den „Host“ Markus Lanz, der sich sofort ans Klavier schwingt und mit dem Briten losmacht. Um anschließend herrlich naiv vom Applaus des Publikums überwältigt in Bremen nur noch „Wow, wuuu, eyyy“ herauszubekommen. Ja, es ist noch aufregend für den Lanz.

Leider strahlt das nicht durchgängig auf den Zuschauer aus. Die Gäste an diesem Sonnabend sind hochkarätig. Die Oscar-Gewinner Halle Berry und Tom Hanks bewerben ihren neuen Film „Cloud Atlas“. Beth Ditto und ihre Band Gossip die neue Single „Move in the right direction“, Williams sein neues Lied „Candy“. Jutta Speidel hat auch einen neuen Film, Barbara Schöneberger immerhin bald ein neues Kind. Dazwischen: Lanz. Stets bemüht, die große Runde irgendwie zu moderieren. Für jeden hat er ein paar Fakten auf seinen Moderationskärtchen stehen, die er störrisch abarbeitet. Den regelmäßigen Vorwurf an Vorgänger Thomas Gottschalk, er bereite sich nicht ausreichend auf seine Gäste vor, will Lanz sich nicht anhören. Auch, wenn Halle Berry, angesprochen auf eine angebliche Vorliebe für Fleischgeruch, freundlich darauf hinweist, dass er sich nicht nur im Internet vorbereiten solle. Gesagt hatte sie das selbst offenbar nie.

 

Genau wie die Promi-Auswahl spielen die Wetten dem immer noch Neuen zu. Wenn Tim Schmidt-Sibeth (13) erklärt, „Der Pömpel hat mich schon als Kind fasziniert“, um dann sich dann einen solchen auf den Bauch zu drücken und damit ein Auto zu ziehen, hat das den Absurditätsfaktor, der die Wundertüte „Wetten, dass...“ unterhaltsam macht. Oder wenn Dennis Schleußner Geiger David Garrett fast das Gesicht zertrümmert, als er versucht, Decken mit einem Jojo vom Tisch zu ziehen.

Trotzdem läuft die Sendung nicht rund, und das Problem heißt Lanz. Er verzettelt sich, hält sich stur an den Ablauf. Er platziert Beth Ditto langwierig auf dem Sofa, um sie anschließend zu ignorieren. Er versucht, Hanks und Berry Rainer Brüderle zu erklären, um dann selbst zu merken, dass das Unsinn ist. Es ist zum Fremdschämen, wenn er bei der „Lanz Challenge“ gegen jemanden aus dem Publikum sackhüpft und seinen Promi-Gästen Masken aufsetzt, um sie als Parcours aus Bremer Stadtmusikanten fungieren zu lassen – und ausgerechnet Atze Schröder als Co-Moderator in solchen Momenten souveräner wirkt. Der vertrat Cindy aus Marzahn, die offenbar wirklich die Co-Moderatorin machen soll. Offiziell fehlte sie dieses Mal wegen Rückenproblemen. „Bild am Sonntag“ will jedoch wissen, dass RTL den Auftritt verboten hat – zeitgleich lief auf dem Privatsender Cindys eigene Show. Eine unnötige Notlüge vom Moderator, der noch nicht ganz in der Unterhaltungsshow angekommen ist.

Immerhin: Die Quoten müssen Lanz noch kein Kopfzerbrechen bereiten. 10,74 Millionen Zuschauern schalteten ein, knapp drei Millionen weniger als bei der sicher von Neugierde befeuerten Premier – Tagessieg. Gottschalk hatte die zehn Millionen in mehr als 20 Sendungen seit 2008 nur vier Mal durchbrochen. Der erreichte zeitgleich bei RTL mit dem Supertalent 4,5 Millionen. Ein Staffel-Tief.

Von Sebastian Scherer

Dieser Artikel wurde aktualisiert.

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