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Maschmeyer: "Projektionsfläche für Kapitalismusgegner"

TV-Show "Die Höhle des Löwen" Maschmeyer: "Projektionsfläche für Kapitalismusgegner"

Die TV-Show "Die Höhle der Löwen" bietet erneut jungen Unternehmensgründern die Chance, ihr eigenes Ding zu machen. Die Jury der Show hat sich nun etwas geändert: Neu dabei ist Carsten Maschmeyer.

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Quelle: Christian Charisius/dpa

Berlin. Der Unternehmer, Investor und Berater Carsten Maschmeyer (57) geht in «Die Höhle der Löwen». Er wird neues Jury-Mitglied in der gleichnamigen TV-Show auf Vox (ab Dienstag, 23. August, 20.15 Uhr) und will sich dort um junge Existenzgründer kümmern. Im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur erläutert er, warum er sich dafür entschieden hat, ob ihm frühere Schlagzeilen schaden könnten und was junge Menschen von ihm lernen können.

Zur Person

Carsten Maschmeyer wurde 1959 in Bremen geboren. Er baute die Finanzvertriebsgesellschaft Allgemeiner Wirtschaftsdienst (AWD) auf. Obwohl er ihn 2007 verkauft hat, wird sein Name immer noch mit dessen teilweise umstrittenen Geschäftspraktiken verbunden. Maschmeyer investierte in mehrere Startup-Unternehmen und schrieb mehrere Bücher ("Die Millionärsformel"). 

Herr Maschmeyer, was reizt Sie daran, junge Start up-Gründer zu begleiten und zu unterstützen?

Das Format hat mich schon immer begeistert, weil alle Zuschauer sehr viel über Kommunikation lernen, wie man verhandelt, wie man sich bewirbt, wie man sich vor anderen präsentiert. Jeder Investor träumt natürlich davon, dass er sich an einem Startup beteiligen kann, das aus einem super Gründer-Team besteht und ein tolles Produkt hat. Für mich spielen die Persönlichkeiten der Gründer die entscheidende Rolle. Es gibt nach meiner Überzeugung keine guten Unternehmen, sondern nur gute Unternehmer. Deswegen schaue ich mir die Gründer ganz genau an. Ein einzelnes Investment kann natürlich auch mal schief gehen, denn ein Projekt, das uns in der «Höhle der Löwen» präsentiert wird, kann man nicht in der Kürze der Zeit komplett im Detail durchleuchten.

Vom Tellerwäscher zum Millionär - gilt das heute noch?

Damit ist sicherlich die klassische, besondere amerikanische Karriere gemeint, bei der man sich langsam hocharbeiten muss, Nebentätigkeiten nach Feierabend annimmt und auch am Wochenende arbeitet. In die «Höhle der Löwen» kommen ja Gründer mit Innovationen. Hier kann, wenn die Geschäftsidee oder das Produkt bahnbrechend ist und von vielen Menschen genutzt und gekauft wird, auch schon mal schnell ein großes, wertvolles Unternehmen entstehen und über Nacht Gründer zu Multimillionären machen.

Könnten negative Schlagzeilen aus Ihrer Vergangenheit so manchen Zuschauer zum Abschalten verleiten?

Da mich viele als Investor noch nicht kennen, glaube ich, dass die Neugierde, mich mal ausführlich zu sehen, wesentlich größer ist. Viele kennen nur Fotos oder Presseberichte über alte Zeiten und wollen jetzt natürlich sehen: Wie ist der wirklich? Natürlich bin ich auch eine ideale Projektionsfläche für einige Kapitalismusgegner. Aber genau das Kapital und die unternehmerische Unterstützung brauchen die Gründer, deswegen passt das Konzept ideal zu mir.

Was ist Ihre persönliche Botschaft für den Zuschauer von "Die Höhle der Löwen"?

Die Investoren- und Gründersendung soll ein Ansporn sein. Vor allem für diejenigen, die den Mut haben, etwas zu unternehmen, die eine Erfindung an den Markt bringen wollen, die sich im Wettbewerb behaupten möchten. «Die Höhle der Löwen» soll Menschen, die sich verbessern wollen, motivieren. Die Sendung zeigt aber auch, dass kein Gründer überzogene Firmenbewertung machen sollte, sondern dass er ein gutes Produkt und einen klaren Businessplan benötigt und seinen Markt und die möglichen Wettbewerber genau kennen muss.

Inerview: Klaus Braeuer, dpa

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